Gitarre lernen für Anfänger: Dein Plan bis zum ersten Lied

Von BerndAktualisiert am 20 Min. Lesezeit

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Gitarre lernen klappt am besten mit einem einfachen Plan und zehn Minuten Übung am Tag. Bei den meisten fängt es aber so an: Die Gitarre steht schon eine Weile in der Ecke, YouTube ist offen, und nach dem fünften Video weißt du weniger als vorher. Der eine fängt mit Tonleitern an, die nächste mit Noten, der dritte will dir erst mal eine neue Gitarre verkaufen. Genau an dieser Stelle hören viele wieder auf. Mit Talent hat das selten zu tun. Es fehlt ein Plan.

Wer Gitarre lernen will, braucht für den Anfang keine Noten und kein teures Instrument. Du brauchst eine Gitarre, die sich gut greifen lässt, vier Akkorde, ein Schlagmuster und zehn Minuten am Tag. Damit spielst du in ein paar Wochen dein erstes Lied, bei dem andere mitsingen können.

Klingt zu einfach? Am Anfang ist es das auch. Knifflig wird es später, spätestens beim F-Dur. Dazu kommen wir noch. Hast du schon eine gestimmte Gitarre, spring direkt zum 4-Wochen-Plan.

Kurz gesagt

  • Lernen kannst du auf der Gitarre, die du schon hast. Stand sie lange in der Ecke, spendiere ihr einen Satz neue Saiten. Kaufst du neu, nimm eine Konzertgitarre mit Nylonsaiten für den Anfang.
  • Erst die Gitarre stimmen.
  • Dann eine gute Gitarrenhaltung einnehmen.
  • Danach kommen vier Akkorde, E-Moll, C-Dur, G-Dur und D-Dur. Damit begleitest du schon Lieder wie „Zombie“ von The Cranberries.
  • Übe lieber jeden Tag zehn Minuten als einmal pro Woche eine Stunde.
  • Zu alt gibt es nicht: Meine ältesten Kursteilnehmer sind über 80.
  • Noten lesen brauchst du für Pop, Rock und Lagerfeuerlieder auch nicht. Auf der Gitarre zählen Gitarren-Tabs.

Wer lieber zuschaut als liest, findet hier mein Video zum Einstieg:

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Bevor du loslegst: Gitarre, Zubehör, Stimmen und Haltung

Welche Gitarre zum Lernen?

Die, die du schon hast. Solange sie sich stimmen lässt und die Saiten nicht meilenweit über dem Griffbrett schweben, kannst du darauf lernen. Falls du dich gerade fragst, woran du das merkst: Der Abstand zwischen Saite und Griffbrett heißt Saitenlage. Ein schneller Test: Drück die tiefe E-Saite im ersten Bund. Brauchst du viel Kraft, bevor der Ton sauber klingt, ist die Saitenlage wahrscheinlich zu hoch, und dann tut jeder Griff weh. Bei Western- und E-Gitarren kann eine Gitarrenwerkstatt oder ein Musikgeschäft die Saitenlage einstellen. Bei einer Konzertgitarre ist das schwieriger, da lohnt sich leider oft eher eine neue.

Stand die Gitarre jahrelang in der Ecke, dann ziehe auch in Betracht, ihr neue Saiten zu gönnen. Alte Saiten klingen dumpf und beeinflussen das Spielerlebnis negativ.

Ein neuer Satz Saiten kostet um die zehn Euro. Achte dabei auf die Sorte: Auf eine Konzertgitarre gehören unbedingt Nylonsaiten, Stahlsaiten hält ihr Hals nicht aus. Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Gitarrensaiten.

Hast du früher schon gespielt, sind die alten Griffe oft schneller wieder da, als du denkst. Das liegt am Muscle-Memory, ähnlich wie beim Fahrradfahren.

Eine Gitarre kaufen

Kaufst du neu, empfehle ich dir eine Konzertgitarre. Ihre Nylonsaiten sind weicher als die Stahlsaiten einer Western- oder E-Gitarre, und das merken deine Fingerkuppen in den ersten Wochen deutlich. Eine ordentliche Konzertgitarre für den Anfang bekommst du ab etwa 120 Euro, zum Beispiel die Yamaha C40.

Meine Empfehlung ist aber kein Gesetz. Wer beim Wort Gitarre sofort an „Highway to Hell“ denkt, fängt besser gleich mit der E-Gitarre an.

Es bringt auch nichts, wenn du zu Hause eine Konzertgitarre stehen hast, die du dann nicht in die Hand nimmst.

Welcher Typ zu dir passt, habe ich in Welche Gitarre für Anfänger? ausführlich aufgeschrieben. Dort kannst du auch eine gratis Kaufberatung bei mir anfragen.

Achte auch auf die passende Gitarrengröße beim Kauf. Erwachsene spielen in der Regel die 4/4-Größe. Für Kinder und sehr kleine Erwachsene hilft dir meine Übersicht zu den Gitarrengrößen.

Zubehör: weniger, als der Laden dir verkaufen will

Zum Start brauchst du eigentlich nur ein Stimmgerät.

Ein kleines Clip-Stimmgerät für den Gitarrenkopf reicht, eine Stimm-App auf dem Handy auch. Optional kann für die Konzertgitarre noch eine Fußbank Sinn machen, damit die Gitarre in einer guten Position liegt. Macht dir das hochgestellte Bein im Rücken oder in der Hüfte zu schaffen, ist eine Gitarrenstütze die bequemere Alternative.

Außerdem empfehlenswert: Ein paar Plektren kosten wenig und schaden nicht. Wie du sie hältst, zeige ich dir in Plektrum halten.

Früher oder später kommt meist auch ein Kapodaster dazu. Den könntest du dir also auch gleich besorgen. Achte nur darauf, den richtigen für deine Gitarre zu wählen. Konzertgitarren benötigen einen anderen Kapodaster als Westerngitarren, da das Griffbrett hier keine Rundung hat.

Tasche, Ersatzsaiten, Notenständer & Co: alles sinnvoll, muss aber nicht zu Tag 1 da sein.

Ausnahmen mache ich bei neuen Saiten für eine lange nicht gespielte Gitarre und beim Gitarrenständer.

Eine Gitarre, die griffbereit im Wohnzimmer steht, wird öfter gespielt als eine im Koffer unterm Bett. Ein banaler Tipp, aber einer der besten, die ich kenne. Mehr dazu in meiner Liste zum Gitarrenzubehör für Anfänger.

Die Namen der Saiten

Bevor es ans Stimmen und Greifen geht, lohnt es sich, die sechs Saiten beim Namen zu kennen. Von der dicksten zur dünnsten heißen sie E, A, D, G, H und E. Die dickste nennt man die tiefe E-Saite, die dünnste die hohe E-Saite. Am leichtesten merkst du dir die Reihenfolge mit einem Merksatz:

  • Ein alter Dackel ging Honig essen.
  • Eine alte Dame ging Hering essen.
Die sechs Saiten der Gitarre von der dicksten zur dünnsten: E, A, D, G, H, E, mit dem Merksatz Ein alter Dackel ging Honig essen
Die tiefe E-Saite ist die dickste. In den Griffbildern weiter unten steht sie immer links.

Mehr dazu in meinem Beitrag zu den Saiten einer Gitarre.

Gitarre stimmen, und zwar jedes Mal

Eine verstimmte Gitarre klingt schief, auch wenn du den Akkord perfekt greifst. Das Gemeine daran: Du suchst den Fehler dann bei dir. Stimm deshalb vor jeder Übungseinheit, mit Stimmgerät dauert das meist keine Minute. Frisch aufgezogene Nylonsaiten dehnen sich in den ersten Tagen noch, dann musst du öfter nachstimmen. Das ist normal und gibt sich nach einigen Tagen. Zeigt dein Stimmgerät ein B statt H, ist das dieselbe Saite in der englischen Schreibweise. Wie das Stimmen Schritt für Schritt geht, zeige ich dir in Gitarre stimmen.

Die Gitarrenhaltung: Hier entscheidet sich mehr, als du denkst

Zwei Fragen höre ich ständig: „Sind meine Finger zu dick?“ oder „Ist meine Gitarre zu groß?“ Die Antwort ist sehr häufig: Nein.

Klingen Akkorde nicht oder verkrampft die Hand nach ein paar Minuten, liegt es meistens an der Haltung und selten an der Hand.

An der Gitarre liegt es bspw., wenn die Saitenlage zu hoch ist. Oder ein 8-jähriges Kind mit einer 4/4-Gitarre spielt.

Für den Anfang liegt der Daumen der Greifhand mittig hinter dem Hals, als Stütze. Später darfst du damit experimentieren, aber erst mal gibt er dir Halt.

Greifhand von hinten: Der Daumen liegt mittig hinter dem Gitarrenhals
Daumen mittig hinter dem Hals, als Stütze für die Finger.

Die Fingerkuppen setzt du möglichst steil auf das Griffbrett, damit sie die Nachbarsaiten nicht berühren. Und zwar dicht an das Bundstäbchen, das näher in Richtung Korpus liegt.

Links falsch: Der Finger liegt flach und berührt die Nachbarsaite. Rechts richtig: Die Fingerkuppe steht steil auf der Saite.Links falsch: Der Finger greift weit weg vom Bundstäbchen. Rechts richtig: Der Finger sitzt dicht am Bundstäbchen Richtung Korpus.
Oben: Fingerkuppe steil aufsetzen, damit die Nachbarsaite frei bleibt. Unten: dicht am Bundstäbchen greifen, auf der Seite zum Korpus.

Bundstäbchen heißen übrigens die Metallstäbchen, die quer über das Griffbrett laufen.

Griffbrett einer E-Gitarre mit beschrifteten Bünden: 1. bis 6. Bund, vom Kopf aus gezählt
Zwischen zwei Bundstäbchen liegt ein Bund. Gezählt wird vom Kopf der Gitarre aus.

Die Gitarre dabei nicht kippen, auch wenn du aufs Griffbrett schauen willst.

Kippst du sie dafür nach hinten, um einen besseren Blick auf das Griffbrett zu bekommen, verdrehst du dir das Handgelenk, und dann wird jeder Akkord schwerer als nötig.

Bei der klassischen Haltung verwendest du eine Fußbank und hast die Gitarre auf dem linken Bein. Am Lagerfeuer liegt sie meist auf dem rechten. Beides geht. Die klassische Haltung ist für Anfänger aber empfehlenswert.

Klassische Gitarrenhaltung im Sitzen mit FußbankWesternhaltung im Sitzen: Die Gitarre liegt auf dem rechten Oberschenkel
Links die klassische Haltung mit Fußbank, rechts die Westernhaltung, wie am Lagerfeuer.

Fotos und Details findest du in meinem Beitrag zur Gitarrenhaltung und in Gitarre richtig greifen.

Dein Plan für die ersten vier Wochen

Dieser Plan ist wie ein Kickstart in deine ersten 4 Wochen an der Gitarre. Der Plan geht von zehn bis 15 Minuten am Tag aus und ist bewusst großzügig angelegt.

Bist du schneller, prima, manche spielen ihr erstes Lied schon nach einer Woche durch. Brauchst du länger, auch gut. Durchhaltevermögen und Fleiß schlagen meist jedes Talent.

Woche 1: E-Moll, C-Dur und die ersten Abschläge

Los geht es mit den ersten offenen Akkorden. Du kannst bspw. mit E-Moll anfangen, weil du dafür nur zwei Finger brauchst und alle sechs Saiten anschlagen darfst. Ein sehr dankbarer Akkord für den Anfang.

Klingt der E-Moll sauber, nehmen wir den Akkord C-Dur dazu.

Der ist etwas sperriger, weil drei Finger auf drei verschiedenen Saiten liegen und die tiefe E-Saite nicht mitklingen soll. Wir spielen hier erst alle Saiten ab der A-Saite.

Griffbild E-Moll (Em): Mittelfinger im 2. Bund der A-Saite, Ringfinger im 2. Bund der D-Saite, alle sechs Saiten anschlagenGriffbild C-Dur (C): Ringfinger im 3. Bund der A-Saite, Mittelfinger im 2. Bund der D-Saite, Zeigefinger im 1. Bund der H-Saite, tiefe E-Saite nicht anschlagen
Z = Zeigefinger, M = Mittelfinger, R = Ringfinger. o = Saite leer mitspielen, x = Saite nicht anschlagen. Die Zahlen links zählen die Bünde.

Ab jetzt übst du den Wechsel zwischen diesen beiden Akkorden. Und dafür gibt es eine Übung, die ich jedem ans Herz lege: den Ein-Minuten-Wechsel.

Stell einen Timer auf eine Minute und wechsle so oft du kannst zwischen E-Moll und C-Dur. Jeder saubere Wechsel zählt einen Punkt. Schreib die Zahl auf und versuch morgen, sie zu schlagen.

Klingt stumpf, ist es auch. Bringt beim Akkordwechsel trotzdem mehr als alles andere, was ich kenne.

Und das ist übrigens schon ein Ausblick auf das, was die kommenden Jahre erwartet, wenn du Fortschritte machen möchtest: Stumpfe Übungen haben eine sehr hohe Wirkung. Bspw. dasselbe kleine Riff für mehrere Minuten immer und immer wieder spielen. Das ist extrem effizient im Lernprozess.

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Sobald die Wechsel klappen, bekommt die Schlaghand ihren ersten Job: vier gleichmäßige Abschläge pro Takt. Zähl laut mit, eins, zwei, drei, vier, und wechsle nach jedem Takt den Akkord.

Alle Akkorde mit Griffbildern findest du in Gitarrenakkorde lernen.

Schon mal als Vorwarnung: Deine Fingerkuppen werden dir am Anfang wehtun. Das ist normal und gibt sich mit der Zeit. Weiter unten steht, was dagegen hilft.

Woche 2: G-Dur und D-Dur

Mit G-Dur und D-Dur ist das Quartett vollständig.

D-Dur wird wieder etwas schwieriger, weil wir hier nur die vier Saiten ab der D-Saite spielen.

Bei G-Dur spielen wir wieder alle sechs. Dafür musst du hier einen kleinen Finger-Spagat lernen und über alle 6 Saiten hinweg greifen.

Griffbild G-Dur (G): Mittelfinger im 3. Bund der tiefen E-Saite, Zeigefinger im 2. Bund der A-Saite, Ringfinger im 3. Bund der hohen E-Saite, alle sechs Saiten anschlagenGriffbild D-Dur (D): Zeigefinger im 2. Bund der G-Saite, Ringfinger im 3. Bund der H-Saite, Mittelfinger im 2. Bund der hohen E-Saite, nur die vier Saiten ab der D-Saite anschlagen
Bei G-Dur klingen alle sechs Saiten, bei D-Dur nur die vier ab der D-Saite.

Mit E-Moll, C, G und D hast du zwar erst 4 Akkorde, mit denen kannst du aber schon hunderte von Liedern spielen.

Übe die Wechsel wieder mit dem Ein-Minuten-Wechsel, jetzt kreuz und quer zwischen allen vier Akkorden.

Wenn du noch drei Bonus-Akkorde lernen möchtest: A-Moll, A-Dur und E-Dur wären die nächsten drei Kandidaten.

Woche 3: dein erstes Schlagmuster

Sitzen die Abschläge aus Woche 1, kommt das klassische Lagerfeuer-Muster dran: ab, ab, auf, auf, ab, auf. Gezählt wird mit einem „und“ zwischen den Zahlen: eins (ab), und (Luft), zwei (ab), und (auf), drei (Luft), und (auf), vier (ab), und (auf). Bei „Luft“ macht deine Hand die Bewegung, trifft aber die Saiten nicht. Sie pendelt also durchgehend auf und ab, und genau deshalb bleibt der Rhythmus stabil, egal was die Greifhand gerade treibt.

Lagerfeuer-Schlagmuster: ab, Luft, ab, auf, Luft, auf, ab, auf, gezählt 1 und 2 und 3 und 4 und
Zähl laut mit: eins und zwei und drei und vier und.

Ein Metronom hilft dir, im Takt zu bleiben. Kostenlose Metronom-Apps gibt es reichlich. Stell sie anfangs langsam ein, etwa auf 60 Schläge pro Minute. Mehr Muster und genaue Anleitungen zum Üben findest du in meinem Beitrag zu Schlagmustern für Gitarre.

Wird es jetzt zäh, ist das normal, mehr dazu unten bei der Motivation.

Woche 4: dein erstes Lied

Jetzt setzt du alles zusammen. Such dir dein erstes Lied aus meiner Liste einfacher Gitarrenlieder, am besten eins, das mit E-Moll, C, G und D auskommt. Ein Beispiel ist „Zombie“ von The Cranberries: Die Akkordfolge lautet E-Moll, C, G, D, und sie wiederholt sich durchs ganze Lied. Das klingt schon gut, wenn du anfangs nur mit Abschlägen begleitest. Läuft das, nimmst du das Schlagmuster aus Woche 3 dazu.

Auf meiner Zombie-Seite findest du die Originalgriffe mit Cmaj7, G6 und einem D mit Fis im Bass. Für den Anfang reichen die vier einfachen Akkorde, das klingt fast genauso.

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Sing mit, auch wenn es schief klingt. Gitarre ist zum großen Teil ein Begleitinstrument. Und Begleiten lernst du nur, indem du begleitest. Wie du Singen und Spielen zusammenbringst, steht in Gleichzeitig singen und Gitarre spielen.

Weitere Lieder mit wenigen Akkorden findest du bei den Lagerfeuerliedern und unter den Liedern zum Mitsingen.

Lieber mit Anleitung? In meinem Gratis-Mini-Kurs zeige ich dir die ersten Schritte dieses Plans. Du bekommst fünf Lektionen über sieben Tage per E-Mail: Du startest mit dem Riff von „Smoke on the Water“, spielst danach „Zombie“ und zupfst am Ende „Happy Birthday“. Die Mails kommen im Abstand von ein, zwei Tagen, dein Tempo bestimmst trotzdem du. Hängst du irgendwo fest, antwortest du einfach auf die Mail, dann schreibe ich dir zurück. Über 6.000 Leute haben sich schon angemeldet.

Wie oft Gitarre üben? Kurz, täglich und mit Ziel

Du musst nicht jeden Tag stundenlang üben, um gut zu werden. Im Gegenteil.

Zehn Minuten jeden Tag genügen. Wichtig ist eben, es am besten täglich zu machen. Denn das bringt dich viel weiter als mal eine Stunde am Wochenende. Und 6x 10 Minuten unter der Woche ist derselbe Zeitaufwand.

Denn deine Finger lernen durch Wiederholung, und die Pausen dazwischen gehören zum Lernen dazu. Bei zehn bis 15 Minuten an fünf bis sechs Tagen kommst du auf 50 bis 90 Minuten pro Woche. Für den Anfang reicht das. An Tagen, an denen gar nichts geht, nimm die Gitarre wenigstens fünf Minuten in die Hand. Am Anfang ist die Gewohnheit wichtiger als die Dauer.

So kann eine Viertelstunde aussehen:

  1. Zwei Minuten stimmen und die Finger lockern, zum Beispiel mit ein paar Aufwärmübungen.
  2. Fünf Minuten Akkordwechsel, gern als Ein-Minuten-Wechsel.
  3. Fünf Minuten Schlagmuster oder das Lied, an dem du gerade sitzt.
  4. Drei Minuten spielen, worauf du Lust hast.

Den letzten Punkt bitte nicht streichen, wenn die Zeit knapp wird. Er sorgt dafür, dass du morgen wieder zur Gitarre greifst.

Du kannst dir solche Routinen auch mit der App Little While (iOS & Android) zusammenstellen. So kannst du sie jeden Tag einfach abrufen und deinen Fortschritt verfolgen.

Setz dir außerdem ein Lied als Ziel, nicht nur eine Übungszeit. „Bis Weihnachten spiele ich ein Weihnachtslied für die Familie“ zieht dich mehr an die Gitarre als „Ich übe jetzt jeden Tag“. Und nimm dich nach der ersten und nach der vierten Woche mit dem Handy auf. Im direkten Vergleich hörst du deinen Fortschritt viel deutlicher als beim Spielen selbst.

Den Plan gibt es auch zum Ausdrucken: 4-Wochen-Plan als PDF (zwei Seiten A4). Auf Seite 1 hakst du deine Übungstage ab, auf Seite 2 findest du die vier Akkorde, das Schlagmuster und eine Tabelle für deine Ein-Minuten-Rekorde.

Die typischen Hürden der ersten Wochen

Die Fingerkuppen tun weh

Tun sie, bei fast allen. Auch bei mir war das so.

In den ersten Wochen schmerzen die Fingerkuppen der Greifhand, bis sich Hornhaut gebildet hat.

Wenn du den obigen Tipp zur Übungshäufigkeit berücksichtigst (1x täglich kurz statt 1x wöchentlich lang), gehen die Schmerzen auch schneller weg. Dein Körper adaptiert sich an die neue Belastung dadurch besser.

Übrigens: Auf Stahlsaiten ist das noch einmal unangenehmer als auf Nylonsaiten. Stahlsaiten schneiden mehr in die Fingerkuppen ein.

Was du für deine Fingerkuppen tun kannst, steht in meinem Beitrag zur Hornhaut vom Gitarre spielen.

Was tun, wenn die Saiten schnarren?

Ein Schnarren der Saiten heißt meistens: Ein Finger sitzt zu weit vom Bundstäbchen weg, drückt zu schwach oder berührt mit der Seite die Nachbarsaite.

Setze die Finger daher steil auf und dicht an das Bundstäbchen, dann schlag jede Saite einzeln an. So hörst du sofort, welche nicht sauber klingt, und kannst gezielt nachkorrigieren. Weitere Lösungen stehen in Gitarrenakkorde lernen unter „Akkorde klingen nicht?“.

In seltenen Fällen liegt es auch daran, dass die Gitarre falsch eingestellt ist. Dann können die Saiten schon schnarren, obwohl noch gar nichts gegriffen wird. Hier ist die Saitenlage zu tief eingestellt und die Saiten berühren beim Schwingen das Griffbrett. Der Abstand der Saiten zum Griffbrett muss erhöht werden.

Der Akkord-Wechsel ist zu langsam

Das ist am Anfang der größte Frust: Den Akkord kannst du greifen, aber bis er sitzt, ist das Lied drei Takte weiter. Dagegen helfen der Ein-Minuten-Wechsel und Geduld.

Und ein Trick: Lass die Schlaghand beim Wechsel weiterlaufen und schlag notfalls ein paar leere Saiten an. Im Lied hört das kaum jemand, und dein Rhythmus reißt nicht ab.

Aber der noch bessere Tipp: Langsames Tempo & Geduld. Wenn du zu früh ein zu hohes Tempo gehen willst, ist das kontraproduktiv.

F-Dur und andere Barré-Akkorde

Irgendwann taucht in einem Lied F-Dur auf. Für die meisten ist das der erste Barré-Akkord, bei dem ein Finger mehrere Saiten gleichzeitig herunterdrückt, und er ist ein echter Nervtöter.

Mein Rat: Lass Barré-Akkorde in den ersten Monaten weg. Such dir Lieder ohne Barré-Akkorde, spiel eine vereinfachte F-Variante auf vier Saiten oder nimm den Kapodaster.

Ein Beispiel: Besteht ein Lied aus C, F und G, setz den Kapodaster in den fünften Bund und greif stattdessen G, C und D. Das Lied klingt dann genauso hoch wie vorher. Mehr dazu lernst du im Artikel Akkorde transponieren.

Für Barré brauchst du vor allem Technik und Geduld, die Kraft kommt beim Üben nebenbei. Bist du so weit, hilft dir mein Beitrag zu Barré-Akkorden.

So findest du Motivation zum Gitarre lernen: wenn die Motivation weg ist

Kritisch wird es meist, sobald die Begeisterung vom Anfang weg ist und der Fortschritt sich plötzlich zäh anfühlt.

Was dagegen hilft:

  • Ein klares Ziel. Was willst du erreichen?
  • Eine alte Handyaufnahme zum Vergleich. Wo standst du vor 2 Wochen? Wo vor 2 Monaten? Sichtbarer Fortschritt kann wieder motivieren.
  • Eine Gitarre, die sichtbar im Raum steht (oder hängt). Nicht in die Gitarrentasche stecken und hinterm Sofa verstecken.
  • Gemeinsames Üben. Eine Band aus Gleichgesinnten. Ein gemeinsames Verabreden zum Üben.
  • Ein Kurs oder Lehrer, der dir die nächsten Schritte vorgibt. Zwischen all den YouTube-Tutorials und Online-Ratgebern kann man schnell verloren gehen, wenn man nicht weiß, wohin.
  • Manchmal hilft auch etwas Pause. Was du gelernt hast, ist danach nicht weg.

Selbst lernen, App, Online-Kurs oder Lehrer?

Gitarre spielen lernen kannst du auch ohne Lehrer, viele gute Gitarristen haben genau so angefangen. Die Frage ist nur, woher deine Reihenfolge kommt und wer dir sagt, wenn du dir einen Fehler angewöhnst. Darin unterscheiden sich die Wege.

WegKostenStark beiHaken
YouTubekostenlosriesige Auswahl, zu jedem bekannten Lied gibt es irgendwo eine Erklärungkeine Reihenfolge, kein Feedback
Lern-AppAbo, im Jahresabo etwa 8 bis 15 Euro im Monat: Yousician, Simply Guitar oder Fender Play. Im Monatsabo 10 bis 30 Euro.spielerisch, viele Apps hören über das Mikrofon mitsieht deine Haltung nicht
Online-Kurseinmalig oder im Abofeste Reihenfolge, Lernen im eigenen TempoFeedback hängt vom Kurs ab
Bucheinmalig, etwa 15 bis 30 Eurogut zum NachschlagenBewegungen lassen sich schwer nachmachen
Musikschule oder Lehreran öffentlichen Musikschulen für Erwachsene in Gruppen etwa 50 bis 80 Euro im Monat (30 Minuten pro Woche)direktes Feedback zu Haltung und Technikfeste Termine, Ortsabhängigkeit, nur in der Gruppe günstig, auf Dauer am teuersten

YouTube ist großartig zum Nachschlagen und für einzelne Lieder, auch auf meinem YouTube-Kanal. Als Lehrplan taugt es wenig, weil dir niemand die Reihenfolge vorgibt und der Algorithmus dich nach drei Videos zu Dingen schickt, die du noch gar nicht brauchst.

Lern-Apps finde ich als Hilfe gut, als einziges Werkzeug reichen sie aber meist nicht. Ich kenne nur wenige, die damit dauerhaft Gitarre gelernt haben. Die anderen holen sich irgendwann doch einen Kurs oder einen Lehrer.

Mein Rat für die meisten: Fang mit einem strukturierten Kurs an und lass ab und zu einen Lehrer auf deine Haltung schauen. Ein, zwei Einzelstunden im ersten halben Jahr reichen oft, um Fehler zu erwischen, bevor sie sich festsetzen. Das ist natürlich die Sicht von jemandem, der selbst Kurse macht. Nimm sie also mit einer Prise Salz.

Online geht übrigens beides. Viele Gitarrenlehrer unterrichten auch per Videocall, und das funktioniert besser, als man denkt. Nur Feinheiten der Haltung sieht ein Lehrer vor Ort etwas leichter.

Was kostet der Einstieg?

Weniger, als viele denken. Eine brauchbare Konzertgitarre gibt es ab etwa 120 Euro. Stimmgerät, Fußbank, Ständer und ein paar Plektren kosten zusammen etwa 30 bis 60 Euro, für eine E-Gitarre kommt noch ein kleiner Verstärker dazu.

Danach hängt es vom Weg ab. YouTube und mein Mini-Kurs kosten nichts, eine App läuft im Abo. Unterricht ist auf Dauer der teuerste Weg, die Spannen stehen in der Tabelle oben. Viele öffentliche Musikschulen verlangen von Erwachsenen einen Aufschlag, je nach Schule ab 18 bis 27 Jahren. Bei Privatlehrern schwanken die Preise stark.

Wie lange dauert es, Gitarre zu lernen?

Die ehrliche Antwort hat mehrere Etappen. Bei zehn bis 15 Minuten am Tag sieht es bei den meisten ungefähr so aus:

  • Dein erstes Lied mit vier Akkorden spielst du mit dem Plan in Woche 4, sauber und im Rhythmus. Wer schneller vorankommt, schafft es manchmal schon nach ein, zwei Wochen durchs ganze Lied, dann noch etwas holprig.
  • Eine Handvoll Lieder fürs Lagerfeuer hast du nach drei bis sechs Monaten drauf.
  • Barré-Akkorde wie F-Dur brauchen bei vielen ein halbes bis ein ganzes Jahr, bis sie zuverlässig klingen.

Danach lernst du weiter, Lied für Lied. Ausführlicher habe ich das in Wie lange dauert es, Gitarre zu lernen? aufgeschrieben.

Zu alt, keine Noten, unmusikalisch? Drei Sorgen, die ich oft höre

„Bin ich nicht zu alt?“

Nein. Ich hatte Schüler mit über 80 Jahren, und viele fangen mit über 50 an. Erwachsene haben gegenüber Kindern sogar einen Vorteil: Sie verstehen schneller, warum etwas funktioniert. Kinder haben dafür weniger Respekt vor Fehlern.

Was sich mit den Jahren eher bemerkbar macht, sind die Finger. Sie brauchen ein paar Minuten zum Warmwerden, und nach einer Viertelstunde ist oft erst mal Schluss. Genau dafür sind die kurzen täglichen Einheiten gemacht.

Hast du Arthrose oder steife Fingergelenke, sind die kurzen Einheiten erst recht dein Freund. Mach die Hände vorher warm und lass die Saitenlage niedrig einstellen. Die Konzertgitarre hat den breitesten Hals, für kleine oder steife Hände kann ein schmalerer Hals angenehmer sein. Mehr dazu in meinem Beitrag zur Sattelbreite.

Tut es im Gelenk weh und nicht in der Fingerkuppe, hör auf und sprich mit deinem Arzt oder Physiotherapeuten.

Ob Gitarre spielen das Gehirn jung hält, ist noch nicht bewiesen, die Studien sind aber ermutigend. In einer australischen Studie mit knapp 11.000 Menschen über 70 hatten diejenigen, die regelmäßig ein Instrument spielten, ein um 35 Prozent geringeres Demenzrisiko. Eine schwedische Zwillingsstudie kam 2014 zu einem ähnlichen Ergebnis. Das sind Zusammenhänge, noch keine Beweise. Wunder verspreche ich dir also keine.

Zum Alter finde ich eine Studie interessant, über die Spektrum der Wissenschaft berichtet hat. Das Einstiegsalter selbst spielte darin kaum eine Rolle.

Wer früh angefangen hatte, spielte zwar oft besser, aber vor allem, weil er bis dahin mehr Stunden geübt hatte. Angefangen hatten die Musiker in der Studie allerdings alle vor dem 18. Geburtstag.

Für einen Start mit 60 ist das also ein Hinweis, kein Beweis. Für Kinder gelten ohnehin etwas andere Regeln, dazu mehr in Gitarre: Ab welchem Alter lernen?.

„Ich kann keine Noten lesen.“

Musst du auch nicht. In Pop, Rock und bei Lagerfeuerliedern läuft das meiste über Akkordbilder und Tabs, und viele sehr gute Gitarristen lesen kaum Noten. In der Klassik sieht das anders aus. Hast du Lust darauf, erkläre ich dir in Noten lesen, wie es geht.

„Ich bin unmusikalisch.“

Höre ich oft, stimmt selten. Rhythmusgefühl lässt sich trainieren wie alles andere: mit dem Fuß mitklopfen, laut zählen, das Metronom langsam stellen. Wer ein Lied mitsummen kann, kann auch lernen, es zu begleiten. Ob du irgendwann Soli wie Mark Knopfler spielst, verspreche ich dir nicht. Für ein paar Lagerfeuerlieder reicht es allemal.

Wenn die Basics sitzen: So geht es weiter

Sitzen die vier Akkorde und das erste Lied, hast du die Grundlage für das meiste, was danach kommt. So würde ich weitermachen:

Hast du nach dem Mini-Kurs Lust auf mehr, führt dich mein Kurs Lagerfeuersessions weiter. In über 35 Lektionen geht es um 19 Akkorde bis hin zu F-Dur, neue Schlagmuster, Zupfen, Saiten wechseln und das Transponieren mit dem Kapodaster.

Häufige Fragen zum Gitarre lernen

Ist Gitarre lernen schwer?

Die ersten Wochen sind leichter, als die meisten denken: E-Moll nach ein paar Tagen, das erste Lied nach ein paar Wochen. Schwer wird es beim ersten Barré-Akkord, meistens F-Dur. Den kannst du am Anfang aber umgehen.

Kann man sich Gitarre selbst beibringen?

Ja. Mit einem klaren Plan, kurzen täglichen Übungseinheiten und gelegentlichem Feedback lernst du die Grundlagen gut allein. Am häufigsten scheitert das Selbstlernen an der fehlenden Reihenfolge, und genau dabei hilft ein fester Plan wie der oben.

Welche Akkorde lernt man als Anfänger zuerst?

Ich empfehle E-Moll, C-Dur, G-Dur und D-Dur. E-Moll braucht nur zwei Finger, und mit allen vier zusammen begleitest du bereits viele bekannte Lieder.

Wie oft sollte ich am Anfang üben?

Zehn bis 15 Minuten an fünf bis sechs Tagen pro Woche. Regelmäßigkeit bringt mehr als lange Einheiten.

Ich habe früher gespielt. Wie fange ich wieder an?

Erst neue Saiten aufziehen und stimmen. Dann mit den Griffen anfangen, die deine Finger noch kennen, und den Plan oben in deinem Tempo durchgehen.

Tun die Finger beim Gitarre lernen weh?

In den ersten Wochen schon, vor allem die Fingerkuppen der Greifhand. Sobald sich Hornhaut gebildet hat, lassen die Schmerzen nach, in der Regel nach einigen Wochen.

Kann ich als Linkshänder Gitarre lernen?

Natürlich. Du hast zwei Möglichkeiten: Entweder du lernst auf einer normalen Gitarre, das machen viele Linkshänder, weil beim Gitarrespielen ohnehin beide Hände neu lernen müssen. Oder du nimmst eine Linkshändergitarre und greifst mit rechts.

Und jetzt: Gitarre aus der Ecke holen & genießen

Stimmen, E-Moll greifen, alle sechs Saiten anschlagen. Mehr braucht es für heute nicht. Wo hängst du gerade, oder was hält dich noch vom Anfangen ab? Hinterlass mir einfach ganz unten einen Kommentar, und ich versuche, das gemeinsam mit dir rauszufinden.

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Bernd

Gründer von gitarrenbeginner.de, Gitarrist und Lehrer aus Leidenschaft.
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12 Kommentare

  1. Moin zusammen,
    ich überlege schon länger mich mal an der Gitarre zu versuchen, und habe nun endlich mehr Zeit dafür gewonnen. Musik spielt eine große Rolle in meinem Leben, und Ich wünsche mir schon seit Jahren selbst mehr Musik zu machen.
    Klavier spielen habe ich mir tatsächlich auch selbst beigebracht, jedoch stelle ich mir das bei der Gitarre deutlich komplizierter vor, aufgrund der verschiedenen Griffe und dem im Vergleich zum Klavier weniger leicht verständlichen Aufbau. Leider kann ich noch immer keine Noten lesen, auch das war eine Sache die ich mir noch vorgenommen habe.

    Würde mir mehr theoretisches Wissen anzueignen und meine Erfahrungen am Klavier wohl das von Grund auf Lernen des Gitarrenspielens erleichtern? Oder sollte ich einfach mal stumpf mit den Grundlagen anfangen, ohne große Vorbereitungen?

    Vielen Dank für den Artikel und die Einschätzung!

    1. Hey Maik,

      ein Grundverständnis für Musik hilft natürlich. Die C-Dur-Tonleiter kommt so auch auf der Gitarre vor.
      Allerdings hast du recht: Der Aufbau ist am Klavier ein wenig leichter.
      Aber die gute Nachricht: Noten brauchst du auch bei der Gitarre zu lesen.
      Meine Empfehlung: Nicht lange mit theoretischem Wissen aufhalten, sondern direkt die ersten Akkorde lernen.
      Das ist tatsächlich auch genau das, was ich in den Lagerfeuersessions didaktisch anwende: https://www.gitarrenbeginner.de/lagerfeuersessions/

      Viele Grüße!
      Bernd

  2. Hallo Bernd,
    Danke für deine Anleitung, werde mich damit beschäftigen, habe auch schon einige Kenntnisse.
    Praktisch aber noch ziemlich am Anfang. Es ist nicht einfach, aber aufgeben geht gar nicht. Auch nicht mit 67 Lenzen?

    Beste Grüße, Robert

    1. Hallo Robert,

      das finde ich super 🙂 Besonders in deinen jungen Jahren ist es eine großartige Sache, noch etwas Neues zu lernen ??

      Viel Erfolg!
      Bernd

  3. Hallo,
    Ich habe vor 1 Jahr angefangen Gitarre spielen zu lernen, also Anfänger. Leider habe ich meinen linken Zeigefinger verloren. Der wichtigste Finger.Ich weiss nicht was ich machen soll, ob ich anfange mit einer Linksgitarre umzusteigen. Ich habe nur das Gefühl das ich es nicht schaffe. Hat jemand Erfahrungen damit.

    1. Hallo Berndt,

      das tut mir sehr leid.

      In solchen Fällen gibt es tatsächlich unterschiedliche Herangehenweisen. Entweder eben auf Links umsteigen oder bei Akkorden Workarounds finden.
      Eine kleine Inspirationsquelle findest du hier. Da sind einige Beispiele von Gitarristen, die mit ihren körperlichen Einschränkungen sehr erfolgreich Gitarre gespielt haben.
      Du kannst gerne auch mal in unsere FB-Gruppe Gitarre spielen lernen kommen. Das Schwarmwissen dort könnte auch immer einen guten Tipp haben.

      Viele Grüße,
      Bernd

    1. Hallo Xaver,

      in meiner Facebook-Gruppe Gitarre spielen lernen hat mal ein Mitglied von seiner Syndaktylie in der linken Hand berichtet. Er spielt 45 Jahren Gitarre, empfand es aber nach eigener Aussage nie als Behinderung, sondern Beförderung seiner Kreativität.

      Vielleicht wirst du mit diesem Handicap nicht alles spielen können, aber ich bin zuversichtlich, dass du damit dennoch Gitarre lernen kannst.

      Komm bei Bedarf auch gerne in die Gruppe und schildere dort dein Anliegen. Vielleicht kann dort ja jemand mit einem ähnlichen Handicap noch gute Tipps geben.

      Viele Grüße,
      Bernd

  4. Hi Bernd,
    auf der Seite ist denke ich ein Verlinkungsfehler. Klickt man auf den Link „Fingerübungen ohne Gitarre“ geht die Seite „grifftabelle-gitarre“ auf und nicht die „fingeruebungen-ohne-gitarre“.
    Ansonsten Deine Seite ist super. Ich bin absoluter Anfänger, habe mir gerade erst eine Gitarre besorgt und habe nun vor zu starten. Im Moment kann ich mir absolut nicht vorstellen das es was werden wird. Ich bekomme überhaupt nicht meine Finger der Griffhand so „verbogen“ um irgendeinen Akkord sauber zu greifen. Aufgeben kommt aber noch nicht in Frage 🙂

  5. Hi Bernd. Ich arbeite beruflich in der Frühförderung mit Kindern. Musik spielt dabei eine grosse Rolle. Als Kind träumte ich selbst davon ein Instrument zu lernen, aufgrund der finanziellen Frage habe ich mir damals selbst einige Lieder auf dem Keyboard beigebracht. Noch heute wäre Klavier lernen mein Favorit. Als Mama einer kleinen Tochter, die ebenso Musikbegeistert ist und eben aufgrund meiner beruflichen Basis trage ich nun die Überlegung Gitarre zu erlernen, da diese eben flexibel zu transportieren wäre. Ich habe mich bereits ein bisschen auf deiner Seite. Umgesehen und geschaut was ich beim Kauf beachten sollte. Nun bin ich aber unsicher. Wo und womit fange ich genau an. Hast du einen Tipp oder ein paar mehr?

    LG Nicole

    1. Liebe Nicole,

      als erstes wäre wichtig herauszufinden, welche Gitarre es für dich sein soll:
      https://www.gitarrenbeginner.de/welche-gitarre-fuer-anfaenger/
      (Spontan würde ich dir wohl zu einer Konzertgitarre raten)

      Dann brauchst du deine Gitarrengröße:
      https://www.gitarrenbeginner.de/gitarrengroessen/

      Anschließend kann man mehr zu einer konkreten Gitarre sagen. Beim Artikel zu den Gitarrengrößen gerne auch mal in den Kommentaren stöbern – da habe ich ein paar Gitarren verlinkt.

      Bei Fragen gerne melden!

      Bernd

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