Konzertgitarre – Der große Kaufratgeber

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Die Konzertgitarre ist vielen auch als klassische Gitarre bekannt. Seltener nennt man sie auch spanische Gitarre, da sie im Englischen auch „spanish guitar“ heißt. Traditionell wird sie rein mechanisch (also ohne elektronischen Tonabnehmer) verstärkt und gehört deshalb zu den Akustikgitarren. Zu den akustischen Gitarren zählen aber auch Westerngitarren, Folkgitarren oder Flamencogitarren.

Wer eine Konzertgitarre kaufen möchte, hat einiges zu beachten. Von der richtigen Gitarrengröße über Merkmale wie Cutaway oder Tonabnehmer bis zur Verarbeitungsqualität. Und vielleicht ist ja doch die Westerngitarre die geeignetere Gitarre für dich? Lass uns von vorne beginnen.

Konzertgitarre zum Gitarre lernen

Die Konzertgitarre eignet sich aus mehreren Gründen für Anfänger besonders. Während die Westerngitarre oder E-Gitarre über Stahlsaiten verfügen, werden bei der Konzertgitarre Nylonsaiten verwendet. Diese haben einen Vorteil: Sie sind weicher und schneiden entsprechend weniger in die Haut ein.

Durch den den Druck der Fingerkuppen auf die Saiten entsteht eine ungewohnte Belastung. Als Anfänger ist man daran noch nicht gewöhnt und es bilden sich nach kurzer Spielzeit Furchen in den Fingerkuppen, die durchaus unangenehm sein können. Aber versprochen, das gibt sich mit der Zeit: Bei regelmäßigem Üben dauert es einige Wochen, bis sich eine Hornhaut bildet und die Fingerkuppen sich anpassen.

Und hier spielen die Nylonsaiten der Konzertgitarre ihren Vorteil aus: Sie sind für Anfänger weniger unangenehm und erleichtern damit den Einstieg in das Gitarrespielen.

Ein zweiter Punkt, der für die Konzertgitarre als Anfängergitarre spricht, ist die Breite des Griffbretts. Während die Griffbrettbreite (meist Sattelbreite genannt) bei einer 4/4 (mehr zu den Gitarrengrößen weiter unten) Konzertgitarre ca. 52 mm beträgt, ist es bei einer Standard-Dreadnought nur etwa 43 mm breit. Also ein knapper Zentimeter weniger.

Entsprechend bietet das Griffbrett der Konzertgitarre mehr Platz, um die Finger zu positionieren. Und das ist meist ein Vorteil. Denn besonders bei Gitarrenanfänger blockieren die Finger schon einmal ungewollt die Nachbarsaite. Das Problem verschärft sich entsprechend, je schmaler das Griffbrett ist.

So klingt die Konzertgitarre

Der Klang einer klassischen Gitarre lässt sich als weich, warm oder rund beschreiben. Das wird vor allem im direkten Vergleich mit einer Westerngitarre deutlich, die auf Grund der Stahlsaiten einen helleren Klang hat.

In der Pop- und Rockmusik findet meistens die Westerngitarre Verwendung. Daher werden die großen Songs der Pop- und Rockmusik, die mit einer Akustikgitarre gespielt werden, automatisch mit dem Klang der Westerngitarre verknüpft. Aber auch in der Popmusik wurden einige Welthits auf der Konzertgitarre aufgenommen.

Bekannte Künstler und Musikstile der Konzertgitarre

Die Historie der klassischen Gitarre bedingt sich auch durch ihre Geschichte. Diese reicht bis in die Renaissance zurück. Der bekannte Geigenbauer Stradivari baute damals noch den Vorgänger der heutigen Konzertgitarre. Die heutige, uns bekannte Form entwickelte sich Ende des 18. Jahrhunderts. 

Entsprechend steht die Konzertgitarre für klassische Stücke von Komponisten wie Bach oder Beethoven. Bei Bach ist sicherlich die Bourrée aus der Lautensuite eines der bekanntesten Lieder für die Gitarre. Und auch wenn man Beethovens Mondscheinsonate meist auf dem Klavier hört, gibt es hier Interpretationen für die Gitarre.

Mondscheinsonate
Lautensuite

Flamenco! Natürlich haben auch die Spanier den Musikstil der Konzertgitarre geprägt. Im Englischen heißt sie ja nicht umsonst auch „spanish guitar“. Sei es nun Malagueña von Lucas Imbiribaoder oder Asturias von Isaac Albéniz. Ein unverkennbarer Sound.

Aber auch in der Popmusik ist die Konzertgitarre immer wieder zu hören. So zählt Tears In Heaven heute zu den bekanntesten Liedern von Eric Clapton. Aber auch jüngere Musiker wie Ben Howard bei seinem Lied Keep Your Head Up setzen auf den warmen Klang der Konzertigtarre.

Tears in Heaven auf der Konzertgitarre
Moderne Popmusik

Dann ist da natürlich noch der Jazz. Fly Me To The Moon von Bart Howard wäre so ein Jazzstandard. Auch Autumn Leaves – ursprünglich ein Chanson – ist ein solcher Jazzstandard.

Selbst Heavy Metal kann auf der Konzertgitarre interpretiert werden. Wie wäre es etwa mit System Of A Down oder Metallica? Alles nur eine Frage der Interpretation.

Am Ende ist es wie immer in der Kunst: Die Kreativität kennt keine Grenzen. Und die Konzertgitarre wird der Kreativität kaum Grenzen setzen.

Bestandteile einer Konzertgitarre

Die Gitarre setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Grob lässt sie sich in Kopf, Hals und Korpus einteilen. Über alle drei Bestandteile laufen sechs Saiten. An der Kopfplatte sind die Stimmmechaniken angebracht. Auf dem Hals finden wir Griffbrett oder Bundstäbchen.

Der Korpus verfügt über Schallloch und Steg. Die umlaufenden Seiten des Korpus nennt man übrigens Zarge. Diese verbindet die Decke mit dem Boden des Korpus.

Der Hals ist der lange Teil der Gitarre, der mit dem Korpus und dem Kopf verbunden ist. Auf ihm sitzt das Griffbrett, auf welchen die Gitarristin ihre Finger setzt. Das Griffbrett besteht aus Hartholz und beherbergt Metallbünde, die die Saiten beim Anschlagen in verschiedene Tonhöhen unterteilen. Die Bundstäbchen unterteilen den Hals in mehrere Abschnitte, welche verschiedene Tonhöhen generieren.

Der Gitarrenkorpus besteht in der Regel aus verschiedenen Holzarten und hat eine Öffnung, das so genannte Schallloch. Hier erfolgt die akustische Verstärkung der Töne, welche durch die Saiten erzeugt werden.

Am Kopf der Gitarre befinden sich sechs Stimmwirbel, mit denen die Spannung der einzelnen Saiten zum Stimmen eingestellt wird. Die Stahlsaiten sind am Korpus der Gitarre am Steg befestigt.

Die Saiten der Konzertgitarre

Ende des 18. Jahrhunderts wandelte sich die (vier- bis) fünfchörige Barockgitarre bzw. Spanische Gitarre, wie sie etwa von Antonio Stradivari (zum Beispiel 1688 in Cremona) gebaut wurde, zur sechssaitigen (und einchörigen) Gitarre des 19. Jahrhunderts.

Die Konzertgitarre besteht daher heute aus sechs Saiten:

  • E
  • A
  • d
  • g
  • h (international = b)
  • é

Hinweis zur h-Saite: International ist das die b-Saite bzw. der Ton b.

Wer sich die Namen der Saiten nicht merken kann, für den gibt es Merksprüche:

  • Ein Alter Dackel Ging Honig Essen
  • Eine Alte Dame Geht Heute Einkaufen
  • Ein Anfänger Der Gitarre Hat Eifer

Die Saiten der Konzertgitarre bestehen im Kern alle im aus Nylon. Die E- A- und d-Saite (drei Basssaiten) sind oft mit einem Draht (meist versilbertes Kupfer) umwickelt. Die Diskant-Saiten (g h und é) sind nicht umwickelt.

Sie werden über die Mechaniken gestimmt und jeweils unten am Steg mit einem kleinen Knoten befestigt.

WICHTIG: Niemals die Stahlsaiten einer Westerngitarre auf eine Konzertgitarre spannen! Stahlsaiten üben eine wesentlich höhere Spannung aus, welcher die Konzertgitarre nicht gewachsen ist. Bei Western- oder E-Gitarren werden daher extra Halsspannstäbe aus Metall in das Holz des Halses eingearbeitet, um die Stabilität zu erhöhen. Da eine Konzertgitarre nicht über diese Verstärkung verfügt, würde der größere Druck der Stahlsaiten den Gitarrenhals über längere Zeit irreparabel schädigen.

Holzarten und Materialien

Konzertgitarren bestehen zum größten Teil aus Holz. Die Wahl der Holzart hat dabei einen starken Einfluss auf den Klang. Beliebte Hölzer im Gitarrenbau sind etwa Ahorn, Bubinga, Fichte, Esche, Palisander, Wenge, Walnuss, Mahagoni, Ebenholz oder Maple.

Ahorn bringt als Hartholz einem hellen und lebendigen Klang, der sich hervorragend für knackiges Strumming eignet. Bubinga sorgt mit seiner dichten Maserung für einen gleichmäßigen Ton über das gesamte Griffbrett hinweg. Palisander hat eine unglaubliche Resonanz und ein gutes Sustain, das sich gut für das Fingerstyle-Spiel eignet.

Wenge wird aus dem gleichnamigen Wengebaum erzeugt und hat einen warmen, weichen Klang mit viel Sustain aufgrund der hohen Dichte des Holzes.

Das Holz des Nussbaumes sorgt für einen ausgewogenen Ton, der die besten Eigenschaften von Ahorn und Palisander in sich vereint.

Esche hingegen bietet Klarheit und Helligkeit, gepaart mit starken Bässen, was für einen breiten, obertonreichen Klang sorgt.

Mahagoni erzeugt einen unglaublich reichen, warmen Ton, der sich ideal für Jazz- oder Blues-Spielweisen eignet.

Fichtenholz ist nicht nur in seiner Farbe, sondern auch in seinem Ton hell. Eine massive Fichtendecke ist daher bekannt für helle, klare Frequenzen, die für eine hohe Durchsetzungskraft sorgen. Das ist von Vorteil, wenn man mit anderen zusammen musiziert.

Zedernholz bietet Wärme und Tiefe sowie eine gute Projektion, wodurch es sich hervorragend für akustische Folkmusik eignet.

So groß wie die Holzauswahl ist daher auch die klangliche Vielfalt. Meist werden die Hölzer auch miteinander kombiniert: Fichte für die Decke, Palisander für das Griffbrett. Für alle Klangvorstellungen lassen sich so Lösungen finden.

Früher kam übrigens auch viel Palisander zum Einsatz. Das Holz ist heute allerdings zum Erhalt der Regenwälder geschützt. Allgemein nimmt das Thema der Nachhaltigkeit auch beim Gitarrenbau eine immer höhere Bedeutung ein. So ist es für die Umwelt von Vorteil, wenn das Holz auch aus der Region kommt, in der die Gitarre gebaut wird. 

Neben dem Holz findet man auch ein wenig Metall. Stimmmechaniken beinhalten oftmals Messing und die Bundstäbchen Stahl. Der Sattel der Gitarre wird bei hochwertigen Gitarren aus Knochen und bei günstigeren Gitarren aus Kunststoff gefertigt.

Tonabnehmer oder Cutaway? Moderne Merkmale

Moderne Konzertgitarren sind heute auch mit einem Cutaway und einem Tonabnehmer erhältlich.

Ein Cutaway schneidet der Gitarre tatsächlich etwas vom Korpus ab und gibt ihr dafür etwas zurück: Der Gitarrist kann die höheren Lagen mit seiner Greifhand besser erreichen.

Allerdings geht der Verlust am Klangkörper auch mit einem Verlust an Lautstärke einher. Daher sind im Handel erhältliche Konzertgitarren mit Cutaway meist auch mit einem Tonabnehmer ausgestattet, um eine elektrische Verstärkung zu ermöglichen.

Wer mehr über Vor- und Nachteile des Cutaways erfahren möchte, kann sich meinen Artikel „Cutaway Gitarre – Warum du ihn (nicht) haben solltest“ lesen.

Was macht eine gute Konzertgitarre aus?

Eine gute Konzertgitarre definiert sich durch mehrere Eigenschaften. Eine der wichtigsten ist dabei die Saitenlage. Sie sagt aus, wie leicht sich die Saiten herunterdrücken lassen. Ist sie zu hoch, muss mehr Kraft aufgewendet werden, um den Weg zum Griffbrett zu überbrücken und so den Ton zu erzeugen. Somit wird das Spielen schwierig und unangenehm.

Ist die Saitenlage hingegen zu niedrig, kann es zu unerwünschten Schnarrgeräuschen kommen. Da eine Konzertgitarre über keinen Halsstab verfügt, lässt sich die Saitenlage hier auch nicht mehr korriegieren. Bei Westerngitarre oder E-Gitarre ist dies in gewissen Umfang möglich.

Eine weitere Eigenschaft für eine gute Gitarre ist die Stimmstabilität. Wenn sich die Saiten während dem Spielen schnell verstimmen, kann dies ein Anzeichen dafür sein, dass die verwendete Mechanik von eher minderer Qualität ist.

Dann ist da noch die Verarbeitungsqualität. Ein paar Faktoren, wie etwa die Lackierung oder die Holzarbeit, sind meist rein optischer Natur und haben auf das Spiel oder den Klang keine dramatischen Auswirkungen.

Sind allerdings die Bundstäbchen an den Enden nicht sauber gefeilt, kann das zu einem unangenehmen Spielgefühl führen, wenn die unscharfen Kanten beim Spielen an der Haut der Greifhand kratzen. Weitere Komponenten wie unsaubere Feilarbeiten am Steg der Gitarre kann zu einem schlechten Saitenhalt oder gar häufig reisenden Saiten führen.

Was eine gute Konzertgitarre natürlich auch ausmacht ist der Klang. Anfänger können die Nuancen hier kaum wahrnehmen. Für einen erfahrenen Gitarristen können solche Nuancen Welten ausmachen.

Gut klingende Konzertgitarren haben ausgewogenen Ton, der ein breites Spektrum an Dynamik und Farben erzeugen kann. Der Klang sollte klar und artikuliert sein, mit einer Tiefe und Resonanz, die sich durch das gesamten Klangbild des Instruments zieht.

Konzertgitarre vs Westerngitarre – was ist besser?

Die Konzertgitarre, auch klassische Gitarre genannt, unterscheidet sich von der Westerngitarre durch die Saiten. Während eine Westerngitarre mit Stahlsaiten bezogen wird, bekommen Konzertgitarren Nylonsaiten verpasst.

Konzert- und Westerngitarre im direkten Vergleich

Da Konzertgitarren preiswert sind und einen geringeren Kraftaufwand benötigen, sind klassische Gitarren bei Anfängern sehr beliebt um Gitarre zu lernen. Die Nylonsaiten der Konzertgitarre weisen eine geringere Grundspannung auf, so dass das Herunterdrücken leichter fällt. Und das ist gerade am Anfang schon die halbe Miete beim Gitarre lernen. Der Einstieg fällt so deutlich leichter.

Bei fortgeschrittenen Spielern hängt die Wahl ganz einfach von den Vorlieben. Wer einen weichen und warmen Ton bevorzugt, greift zur Konzertgitarre. Wer den hellen Sound der Stahlsaiten bevorzugt, der greif zur Westerngitarre.

Konzertgitarre oder Akustikgitarre?

Ein häufiges Missverständnis, wenn es um die Begrifflichkeit der Akustikgitarre geht: Die Konzertgitarre ist eine Akustikgitarre. Ebenso wie die Westerngitarre. Da beide grundlegend akustisch verstärkt werden, gehören sie beide zu den Akustikgitarren. Umgangssprachig wird mit Akustikgitarre allerdings meist die Westerngitarre gemeint – auch wenn damit ebenso die Konzertgitarre gemeint sein könnte.

Akustische Gitarren als Oberbegriff

Worauf beim Kauf achten?

Beim Kauf einer Konzertgitarre spielen die Gitarrengröße und Qualität eine Rolle. Zum ermitteln der richtigen Gitarrengröße lies bitte unseren Artikel Die richtige Gitarrengröße.

Die Qualität der Instrumente hat in den letzten Jahren besonders bei den Einsteigermodellen stets zugenommen. Ab 70 € aufwärts bekommt man bereits gute Gitarren. 

Daumenregeln: 

  • Je mehr du ausgibst, desto besser wird der Klang und die Verarbeitung
  • Allerdings: Eine Gitarre, die 5x so teuer ist, klingt selten 5x so gut (zwar besser, aber eben nicht 5x besser)
  • Der persönliche Geschmack bezüglich Optik darf auch gerne berücksichtigt werden

Wichtig sind für mich persönlich folgende Punkte beim Kauf einer Konzertgitarre:

  • Eine gute (=niedrige) Saitenlage
  • Hohe Stimmstabilität
  • Bundreinheit
  • Klang

Auch der Gebrauchtkauf ist immer eine gute Option.  

Konzertgitarre gebraucht kaufen

Eine gebrauchte Konzertgitarre zu kaufen ist ökologisch nachhaltig und schont den Geldbeutel.

Der Kleinanzeigen-Markt ist bei Einsteigermodellen meist gut gefüllt. Schaue am besten nach Gitarren in deiner Umgebung, damit du sie persönlich abholen kannst.

Vergewissere dich dann vor Ort, dass keine wichtigen Bauteile beschädigt sind. So ist etwa die Brücke der Gitarre auf die Decke der Gitarre geleimt. Bei allzu günstigen Modellen konnte ich hier schon beobachten, wie sich die Verbindung langsam löste, da der Kleber seine Aufgabe nicht erfüllt hat.

Kratzer oder Dellen sind meist lediglich ein optischer Mangel, haben aber keine Auswirkung auf den Klang.

Hat das Holz hingegen einen größeren Riss (bspw. an der Decke), dann sollte die Gitarre schon wirklich sehr günstig sein, damit ein Kauf noch fair ist.

Die richtige Gitarrengröße wählen: Das bedeutet 4/4, 7/8 oder 1/4

 Konzertgitarren sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. Je nach Körpergröße solltest du auch die für dich passende Größe auswählen:

  • ab ca. 160 cm Körpergröße: 4/4 Gitarre
  • ca. 145 – 160 cm Körpergröße: 7/8 Gitarre
  • ca. 130 – 155 cm Körpergröße: 3/4 Gitarre
  • ca. 115 – 135 cm Körpergröße: 1/2 Gitarre
  • ca. 110 – 125 cm Körpergröße: 1/4 Gitarre
  • bis 110 cm Körpergröße: 1/8 Gitarre

Mehr ausführliche Infos findest du hier beim Artikel Gitarrengrößen.

Konzertgitarren für Linkshänder

 Ja, es gibt spezielle Konzertgitarren für Linkshänder. Nicht nur die Saiten müssen für Linkshänder anders angeordnet werden. Linkshänder-Klassikgitarren sind in der Regel so konstruiert, dass sie auf die veränderte Saitenanordnung angepasst sind. Dies äußert sich vor allem an Steg und Sattel der Gitarre. 

Klar: Bekannte Linkshänder wie Jimi Hendrix haben damals Rechtshänder-Gitarren verwendet. Das geht schon auch, ist aber nicht ganz optimal. Das war eher dem Umstand geschuldet, dass Linkshänder-Gitarren zur damaligen Zeit deutlich schwerer zu bekommen waren.

Für Linkshänder gilt übrigens:

  • Rechte Hand = Greifhand
  • Linke Hand = Schlaghand

Entsprechend zeigt der Hals aus Perspektive eines Linkshänders nach rechts.

Welche Hersteller gibt es? Was sind deren Besonderheiten?

Hersteller für Konzertgitarren gibt es einige am Markt. 

Hier eine zufällige Auswahl (alphabetische Reihenfolge):

  • Alhambra
  • Baton Rouge
  • Cordoba
  • Epiphone
  • ESP
  • Fender
  • Gewa
  • Godin
  • Gretsch
  • Harley Benton
  • Höfner
  • Ibanez
  • La Mancha
  • Martinez
  • Ortega
  • Ovation
  • Taylor
  • Takamine
  • Yamaha

Echte Preis-Leistungs-Tipps sind aus meiner Sicht die Modelle von Harley Benton und La Mancha.

Die zuletzt genannte Marke Yamaha hat etwa mit der C40 einen empfehlenswerten Standard der Einsteiger-Gitarren im Angebot. 

Fender – bekannt für Stratocaster- und Telecaster-E-Gitarren, stellt auch Konzertgitarren her. Soweit mir das bekannt ist, allerdings nicht in den eigenen Werken in den USA oder Mexiko. Ich nehme an, dass dies in Fremdfabriken geschieht.

Im Gegensatz zu Fender ist Taylor hingegen für seine Akustikgitarren bekannt – vornehmlich allerdings dort für die Westerngitarren.

Ibanez wiederum ist als Allrounder bekannt. Dort stellt man sowohl elektrische als auch akustische Gitarren her.

Wie viel kostet eine gute Konzertgitarre? 

Das Problem bei dieser Frage: Wie definieren wir „gut“?

Bei den Anfängergitarren geht es durchaus schon ab ca. 80 Euro los. Hier bekommt man gute Gitarren für Anfänger. Aber der Profi will mehr. Der Preis kann hier problemlos mehrere tausend Euro erreichen.

Der Preis hängt von der Qualität und der Handwerkskunst des Instruments sowie von den Materialien ab, aus denen es gefertigt ist. Die teureren Gitarren werden in der Regel aus hochwertigen und handerlesenen Hölzern in vielen Arbeitsstunden von Hand gefertigt. Außerdem verfügen sie über Merkmale wie massive Decken oder hochwertige Stimmmechaniken. Diese Merkmale verbessern die Spielbarkeit und den Klang der Gitarre, so dass sie für ernsthafte Konzertgitarristen den Mehrpreis wert sind.

Anfängergitarren werden hingegen oftmals industriell hergestellt, mit günstigeren Laminathölzern. Wobei eine industrielle Herstellung nicht per se schlechter sein muss.

  • Gute Anfängergitarren beginnen ab ca. 80 Euro.
  • Für ca. 130 Euro bekommst du schon richtig gute Instrumente
  • Je mehr du ausgibst, desto besser wird in der Regel der Klang und die Verarbeitung
  • Allerdings: Eine Gitarre, die 5x so teuer ist, klingt selten 5x so gut (zwar besser, aber eben nicht 5x besser)
  • Der persönliche Geschmack bezüglich Optik darf auch gerne berücksichtigt werden

Die Suche nach der richtigen Konzertgitarre in allen Preisklassen

Dein Budget: Bis 50 Euro

Du hast kaum Budget und suchst nach einer Konzertgitarre? Dann empfehle ich dir, eine gebrauchte Gitarre zu kaufen. In der Größe 4/4 gibt es sonst fast nur die Startone CG 851

Dein Budget: Bis 100 Euro

Die Thomann C404NT gibt es in der Größe 4/4 als Set bereits für 100 Euro. Eine solide Einsteigergitarre.

Dein Budget: Bis 150 Euro

Für dieses Budget bekommst du einen echten Klassiker der Anfängergitarren: Die Yamaha C40. Ein großartiges Preis-Leistungs-Verhältnis und ein No-Brainer unter den Anfängergitarren

Die beliebtesten Konzertgitarren

Zubehör für die Konzertgitarre

Ein absolutes Muss: Ein Stimmgerät. Nur mit einer richtig gestimmten Gitarre, lassen sich auch schöne Töne entlocken.

Eine Fußbank ist ebenso eine sinnvolle Investition. Sie hilft dabei, die klassische Gitarrenhaltung einzunehmen und erleichtert Anfängern das Spielen.

Ein Kapodaster ist nützlich, um die Tonart eines Liedes zu ändern, ohne die Saiten neu stimmen zu müssen.

Außerdem sinnvoll: Sich gleich immer einen Satz an Ersatzsaiten zuzulegen, falls eine Saite während des Spiels reißt.

Als Gitarrenlehrer empfehle ich auch immer ein Metronom. Das kommt beim Üben zu Hause zum Einsatz, damit man als Gitarrist ein gutes Timing entwickelt.

Und wer seine Gitarre zu Hause griffbereit aufbewahren möchte, dem empfehle ich einen Gitarrenständer oder eine Wandhalterung.

Optional kannst du die Gitarre auch in einer Gitarrentasche oder in einem Gitarrenkoffer sicher aufbewahren, wenn du sie nicht benutzt (was natürlich niemals vorkommen sollte ;-)) oder wenn du mit der Gitarre das Haus verlässt.

Wer möchte, kann sich auch mal an einem Plektrum probieren, um die Akkorde zu spielen oder Melodien zu zupfen.

Welches Plektrum für Konzertgitarre?

Wenn es darum geht, ein Plektrum für die klassische Gitarre auszuwählen, gibt es eine große Auswahl. Das gebräuchlichste Plektrum ist die runde Spitze, die aus Kunststoff gefertigt ist und ein abgerundetes Ende hat. Die runde Spitze ist das am häufigsten verwendete Plektrum für klassische Gitarre, weil es ein gleichmäßiges Spiel ermöglicht.

Bezüglich der Stärke empfehle ich meist 0.6 bis 1.3 mm. Die Steifigkeit des Plektrums kann dabei auch je Material schwanken: Ein Plektrum mit 1 mm Stärke kann von zwei unterschiedlichen Herstellern bzw. bei unterschiedlichen Materialien sich völlig unterschiedlich anfühlen.

Unabhängig davon, für welches Plektrum man sich entscheidet, ist es wichtig, dass es gut in der Hand liegt. Am Ende vom Tag muss es sich für dich gut anfühlen. Meine Empfehlung daher: Viele unterschiedliche Plektren ausprobieren.

Onlineshops für Konzertgitarren und Zubehör

Im Netz findet man einige Onlinehändler, die Konzertgitarren und Zubehör zu vernünftigen Konditionen verkaufen. Die beliebtesten sind hier sicherlich folgende (alphabetische Reihenfolge):

  • kirstein.de
  • musicstore.de
  • musik-produktiv.de
  • rockshop.de
  • session.de
  • thomann.de

Alle genannten sind seriöse Händler, bei denen du bedenkenlos bestellen kannst und mit denen ich selbst bereits gute Erfahrungen gemacht habe.

Fazit zur Konzertgitarre

Jede/r Gitarrist/in sollte einmal mit einer Konzertgitarre gespielt haben. Der warme Klang und die weichen Saiten ermöglichen ein Klangspektrum, das so mit Western- oder E-Gitarre nicht zu erreichen sind. Und auch wenn ihr Name „klassische Gitarre“ auch den Ruf mit eher langweiligen Liedern beschert: Scroll noch einmal nach oben zum Abschnitt Musikstile mit den eingebundenen Video-Beispielen. Selbst Heavy Metal ist mir ihr möglich!

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Bernd

Gründer von gitarrenbeginner.de, Gitarrist und Lehrer aus Leidenschaft.
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