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Sattel einer Gitarre

Sattel der Gitarre – Funktion und Bedeutung

Der Sattel an der Gitarre ist eine schmale Leiste zwischen Griffbrett und Gitarrenhals. Der Sattel führt die aufgespannten Gitarrensaiten am oberen Ende des Gitarrenhalses durch entsprechende Ausfräsungen zu den Wirbeln. Eine sechssaitige Gitarre hat entsprechend sechs Ausfräsungen, eine zwölfsaitige Gitarre zwölf.

Die Fräsungen werden exakt auf die Saitendicke abgestimmt. Entweder ist der Gitarrensattel in das Griffbrett-Ende eingelassen, oder er sitzt vor dem Kopfteil der Gitarre. Die Funktion des Sattels betrifft aber nicht nur die Saitenführung. Einen gewissen Einfluss hat der Sattel auch auf den Klang einer Gitarre.

Spielgefühl und Gitarrensattel

Der Sattel an der Gitarre hält die Saiten durch entsprechende Ausfräsungen im exakten Abstand zueinander. Er beeinflusst außerdem die Saitenlage. Bei einem hohen Sattel benötigt der Spieler mehr Kraftaufwand, um die Gitarrensaiten herunterzudrücken. Auch die Tiefe der Sattelkerben nimmt auf die Saitenlage Einfluss. Da Gitarrensaiten unterschiedlich dick sein können, müssen die Sattelkerben optimal angepasst und sauber ausgefräst werden. Sonst schnarren die angeschlagenen Saiten.

Verschiedene Typen von Gitarrensätteln

Als Sattel-Typen können neben dem Standardsattel der Klemm- und der Rollensattel unterschieden werden. Ein Gitarrensattel kann außerdem aus unterschiedlichen Materialien angefertigt werden.

1. Standardsattel

Der gewöhnliche Gitarrensattel besteht aus Metall. Er befindet sich am oberen Ende des Griffbrettes und hält die Gitarrensaiten im exakt selben Abstand. Von da aus laufen sie zu den Wirbeln, mit denen man alle Saiten stimmen kann. Der Gitarrensattel definiert quasi den „Nullten“ Bund.

Bei Stratocaster-artigen Gitarren wird der Sattel ins Griffbrett eingelassen. Bei Les Paul-artigen Gitarren sitzt er vor dem Griffbrett. Bei einer Sonderform wird der Standard-Sattel hinter dem Null-Bund aufgesetzt. In diesem Fall definiert er lediglich den Saitenabstand, nicht aber die Saitenhöhe.

2. Klemmsattel

Klemmsätteln werden heutzutage nur selten verwendet. Sie finden sich an Instrumenten mit Tremolo-System. Nach dem Stimmen werden die einzelnen Saiten mittels kleiner Schrauben sowie metallener Plättchen fixiert. Die Gitarre kann sich dann nicht mehr verstimmen.

3. Rollensattel

Der Rollensattel weist keine Sattelkerben auf, sondern winzige Rollen. Über diese werden die die Saiten gestimmt. Heutzutage findet man diese Art des Gitarrensattels kaum noch. Sie konnte sich nicht durchsetzen, obwohl sie Vorteile hatte.

Materialien für Gitarrensättel

Bei hochpreisigen Gitarren kommen vor allem Knochenteile als Material für den Sattel der Gitarre zum Einsatz. Bei günstigeren Modellen findet man fast ausschließlich Kunststoffsättel. Auch Graphit kommt bei modernen Gitarren gerne zum Einsatz. Es eignet sich wegen seiner akustischen Eigenschaften gut. Zudem schmieren Graphitsättel sich durch den Abrieb quasi selbst. Klemmsättel bestehen übrigens meist aus harten Metallen.

Funktion des Sattels

Ohne Sattel Gitarre spielen zu wollen, wäre problematisch. Die Saiten könnten nicht schwingen. Sie würden flach auf dem Griffbrett aufliegen. Sie könnten beim Hinunterdrücken verrutschen. Ohne einen Sattel Gitarre zu spielen, ist also nicht machbar.

Ein Gitarrensattel kann trotz seiner winzigen Größe auch Probleme verursachen. Er kann beispielsweise für eine zu hohe oder zu flache Saitenlage sorgen. Ist eine Sattelkerbe nicht sauber gearbeitet, kann eine Saite zu hoch oder flach liegen. Unsauber ausgefräste Sattelkerben können dafür sorgen, dass die Saite beim Stimmen der Gitarre hakt. Beim Bespielen der Gitarre verstimmt sich die Saite durch den Druck. Wenn beim Aufziehen neuer Saiten eine andere Saitendicke gegeben ist, passen die Fräsungen nicht mehr zur Saitendicke. Auch die Sattelbreite kann für Ärger beim Bespielen sorgen.

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