Gitarre stimmen: Online-Stimmgerät & Anleitung für Anfänger

Von BerndAktualisiert am 23 Min. Lesezeit

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Inhaltsverzeichnis

Gitarre stimmen geht am schnellsten mit einem Stimmgerät: Du schlägst eine leere Saite an und drehst am Wirbel, bis die Anzeige in der Mitte steht. Von der dicksten zur dünnsten Saite heißen die Töne E, A, D, G, H und E (Eselsbrücke: Ein Alter Dackel ging Honig Essen). Kaufen musst du dafür nichts: Mein Stimmgerät hier unten läuft direkt in deinem Browser.

Online-Stimmgerät: Gitarre stimmen mit Mikrofon oder nach Gehör

Das Stimmgerät (englisch Tuner) hört über das Mikrofon deines Handys oder Laptops mit. So benutzt du es:

  1. Tipp auf „Stimmgerät starten“.
  2. Erlaube den Zugriff auf das Mikrofon, wenn dein Browser fragt.
  3. Halte das Handy oder den Laptop nah an die Gitarre.
  4. Schlag eine leere Saite an und lass sie klingen.
  5. Dreh am Wirbel, bis die Nadel in der grünen Mitte steht und „Gestimmt“ erscheint.

Du kannst auch nach Gehör stimmen: Tipp auf eine Saite, dann spielt das Stimmgerät ihren Ton. Dreh die Saite auf deiner Gitarre so lange nach, bis beide gleich klingen. Der Ton klingt ein paar Sekunden. Tipp noch einmal, wenn du ihn wieder hören willst.

Ist eine Saite sehr weit verstimmt, kann das Stimmgerät nicht wissen, welche Saite du gerade auf welchen Ton stimmen möchtest.

In diesem Fall zeigt es den Ton, den es hört, und fragt nach.

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Tipp in dem Fall unten die Saite an, die du stimmst. Danach zeigt dir die Nadel die richtige Richtung. Sobald die Saite gestimmt ist, erkennt das Stimmgerät die nächste wieder von selbst.

Zur Orientierung, wie die Saiten alle klingen müssen, kannst du dir auch hier die 6 Töne anhören (wir starten bei der tiefen und gehen bis zur hohen E-Saite).

Der Klang deiner Gitarre wird nur in deinem Browser ausgewertet. Er wird weder aufgezeichnet noch übertragen.

Ich geb’s zu: Stimmen ist lästig, gerade am Anfang. Da braucht es einfach noch mehr Zeit. Nach zwei, drei Wochen Übung bist du aber meist in unter einer Minute durch.

Kurz gesagt

  • Stimme deine Gitarre vor jedem Spielen. Eine verstimmte Gitarre klingt auch dann schief, wenn du alles richtig greifst.
  • Fang mit der tiefen E-Saite an und arbeite dich zur hohen E-Saite vor.
  • Stimm möglichst von unten an den Ton heran. Ist die Saite zu hoch, lockere sie erst etwas und zieh sie dann wieder hoch.
  • Zeigt deine App oder dein Clip-Stimmgerät B statt H, ist das richtig. B ist der englische Name für unser H.
  • Neue Saiten verstimmen sich in den ersten Tagen ständig. Das ist normal.

Gitarre stimmen Schritt für Schritt

So stimmst du die Gitarre mit einem Stimmgerät, egal ob mit meinem hier oben, einer App oder einem Clip-Stimmgerät:

  1. Such dir einen ruhigen Platz, damit das Mikrofon nur deine Gitarre hört. Fernseher aus, Dunstabzug aus, Bandkollegen um Ruhe bitten.
  2. Schlag die tiefe E-Saite an, die dickste. Lass sie klingen und greif nichts.
  3. Schau, welchen Ton das Stimmgerät anzeigt und wo die Nadel steht. Zeigt es eine andere Saite als die, die du gerade anschlägst, ist sie weit verstimmt. Dann wählst du die Saite von Hand, wie oben beim Stimmgerät beschrieben.
  4. Ist der Ton zu tief, dreh den Wirbel so, dass die Saite straffer wird. Ist er zu hoch, lockere die Saite erst ein Stück unter den Zielton.
  5. Dreh in kleinen Schritten und schlag zwischendurch neu an, bis die Nadel in der Mitte steht.
  6. Mach mit der A-, D-, G-, H- und hohen E-Saite genauso weiter.
  7. Geh zum Schluss noch einmal alle sechs Saiten durch. Die erste ist oft schon wieder ein bisschen weggerutscht.
  8. Mach die Gegenprobe mit einem Akkord, etwa E-Moll. Klingt er rund, bist du fertig. Klingt er schief, obwohl alle Saiten stimmen, hilft dir weiter unten der Abschnitt „Gitarre gestimmt, klingt aber trotzdem schief?“.

Die zweite Runde bitte nicht weglassen: Wenn du eine Saite strammer ziehst, gibt der Gitarrenhals ein klein wenig nach, und die anderen Saiten werden minimal tiefer. Bei einer stark verstimmten Gitarre musst du deshalb manchmal zwei, drei Runden drehen.

Welche Frequenzen haben die Töne der Saiten?

SaiteTonFrequenzMerkhilfe
6. Saite (die dickste)tiefes E82,41 HzEin
5. SaiteA110,00 HzAlter
4. SaiteD146,83 HzDackel
3. SaiteG196,00 HzGing
2. SaiteH246,94 HzHonig
1. Saite (die dünnste)hohes E329,63 HzEssen

Als Eselsbrücke: Ein alter Dackel ging Honig essen. Oder: Eine alte Dame ging Hering essen.

Gezählt wird andersherum: Die dünnste Saite ist die 1., die dickste die 6. Hast du die Gitarre im Arm, liegt die 1. Saite unten, am nächsten zum Boden. Mehr zu den Namen findest du in meinem Beitrag zu den Saiten einer Gitarre.

Die Frequenzen brauchst du zum Stimmen nicht. Ein Stimmgerät zeigt dir den Ton als Buchstaben an. Die Werte gelten für den Kammerton a’ mit 440 Hertz, auf den heute fast alle Stimmgeräte eingestellt sind.

In welche Richtung muss ich den Wirbel drehen?

Die Wirbel sind die Drehknöpfe der Stimmmechanik am Kopf der Gitarre. Wo was sitzt, zeige ich dir beim Aufbau einer Gitarre.

Welcher Wirbel zu welcher Saite gehört, siehst du, wenn du der Saite mit dem Finger bis zum Kopf der Gitarre folgst. Dort ist sie um die Achse ihres Wirbels gewickelt. Bist du unsicher, schlag die Saite an und dreh dabei nur ein kleines Stück am Wirbel. Ändert sich ihr Ton, ist es der richtige.

Die Faustregel: Wickelt sich die Saite weiter auf, wird der Ton höher. Wickelt sie sich ab, wird er tiefer.

Stimmmechanik einer Konzertgitarre: Walze, Zahnrad und Wirbel

In welche Richtung das am Wirbel ist, hängt von deiner Gitarre ab. Bei einer Konzertgitarre oder einer Westerngitarre mit drei Wirbeln auf jeder Seite drehen die beiden Seiten gegenläufig. Bei einer E-Gitarre mit sechs Wirbeln in einer Reihe drehen alle gleich.

Mein Tipp: Dreh am Anfang einfach eine Vierteldrehung und schau aufs Stimmgerät. Geht der Ton in die Richtung, die du willst, war’s richtig. Nach ein paar Tagen machst du das, ohne nachzudenken.

Warum von unten an den Ton heranstimmen?

Wenn man sich mit dem Stimmen der Gitarre beschäftigt, hört man häufig, dass man den Ton von unten nach oben stimmen soll.

Die Begründung dafür lautet: Weil die Saite dann meist besser hält. Drehst du zuletzt nach oben, liegt das Zahnrad der Mechanik fest an.

Drehst du hingegen zuletzt nach unten, kann die Saite an der Mechanik oder am Sattel kurz hängen bleiben und beim Spielen etwas nachrutschen.

Ganz ausschließen lässt sich das allerdings in keiner Richtung, deswegen ist die Empfehlung auch durchaus umstritten.

Denn das Problem ist meist eher die Spannung, die an Reibungsstellen hängen bleibt, vor allem in der Kerbe am Sattel. Dort kann sich die Saite „einklemmen“. Dann ist sie vor und hinter dem Sattel unterschiedlich gespannt.

Löst sich das später beim Spielen (bspw. durch ein Bending), verstimmt sie sich, manchmal mit einem hörbaren „Pling“. (Übrigens ein häufiges Problem der G-Saite einer Gibson Les Paul).

Von unten zu stimmen hilft also oft, eine Garantie ist es aber nicht.

Praxistipp: Zieh die Saite einfach nach dem Stimmen einmal leicht vom Griffbrett weg und prüf sie dann noch einmal. Das ist besonders nach einem Saitenwechsel sehr wirkungsvoll.

Deine Gitarre stand lange in der Ecke: So stimmst du sie hoch

Bleibt deine Gitarre lange ungenutzt, dann verlieren die Saiten über die Zeit meist ihre Spannung und die Saiten klingen deutlich zu tief.

Stimm sie in zwei, drei Runden langsam hoch, statt eine Saite gleich ganz auf den Zielton zu ziehen. Die anderen Saiten verändern sich dabei mit.

Mit meinem Stimmgerät auf der Seite hier oben nimmst du dafür den Haken bei „Saite automatisch erkennen“ raus und tippst die Saite an, die du gerade hochstimmst. Dann zeigt die Nadel immer die richtige Richtung.

Sind die Saiten angelaufen oder rau, zieh lieber zuerst neue auf. Alte Saiten reißen beim Hochstimmen leichter, und ein neuer Satz kostet um die zehn Euro.

Clip-Stimmgerät, App oder online: Was ist besser?

Alle drei funktionieren. Der Unterschied liegt darin, wo du stimmst.

Online-Stimmgerät wie meins hier oben: kostet nichts, braucht keine Installation. Ideal zu Hause, wenn das Handy oder der Laptop sowieso neben dir liegt.

Stimm-App: funktioniert genauso über das Mikrofon, ist aber auch ohne Internet da. Verbreitet sind zum Beispiel GuitarTuna und Fender Tune. Beide gibt es kostenlos für iPhone und Android, mit Extras gegen Geld. Ich nutze am liebsten die App „Gitarre Stimmgerät“ von LikeTones. Sie ist kostenlos, zeigt keine Werbung und ist auf Deutsch, für iPhone und Android.

Clip-Stimmgerät (auch Clip-Tuner): wird an den Gitarrenkopf geklemmt und misst die Schwingung direkt im Holz statt über ein Mikrofon. Deshalb stören Gespräche, Musik oder andere Gitarren daneben kaum. Am Lagerfeuer, in der Gruppe oder im Gitarrenkurs ist das ein echter Vorteil.

Ein ordentliches Clip-Stimmgerät kostet zwischen 10 und 20 Euro. Achte beim Kauf auf ein großes, beleuchtetes Display, das du beim Drehen auch aus dem Augenwinkel gut ablesen kannst.

Meine Empfehlung: Für den Anfang reicht eins davon. Zu Hause tut es das Online-Stimmgerät oder eine App. Ein Clip-Stimmgerät lohnt sich, sobald du mit anderen spielst oder einfach eins haben willst, das immer an der Gitarre hängt. Was du sonst noch für den Start brauchst, steht in meiner Liste zum Gitarrenzubehör für Anfänger.

Was zeigt mir das Stimmgerät an?

Die meisten Stimmgeräte zeigen drei Dinge: den Ton als Buchstaben, eine Nadel oder Leuchtpunkte für die Abweichung und oft die Saitennummer.

  • Der Buchstabe ist der Ton, den das Gerät gerade hört. Steht da ein anderer als der, den du willst, ist die Saite noch weit weg. In diesem Fall drehst du einfach weiter, bis der richtige Buchstabe erscheint.
  • Die Nadel zeigt, wie weit du daneben liegst. Ist die Nadel links von der Mitte, dann ist der Ton zu tief. Ist sie rechts davon, ist er entsprechend zu hoch, und du musst nach unten stimmen. Gemessen wird das Ganze übrigens in Cent: 100 Cent sind ein Halbton. Ein paar Cent Abweichung hört kaum jemand heraus. Alles innerhalb von etwa 5 Cent Abweichung ist für den Anfang gut gestimmt.
  • Das ♯-Zeichen (oder #): Zeigt das Gerät beim Stimmen der A-Saite ein A♯, bist du einen Halbton zu hoch. Zeigt es G♯, einen Halbton zu tief (siehe auch: Tonleiter Gitarre).

Viele Clip-Stimmgeräte haben zwei Modi.

Im chromatischen Modus (oftmals mit „C“ abgekürzt) erkennt das Gerät jeden Ton voll automatisch.

Ist dein Stimmgerät im Modus „G“ (Gitarre), sucht es nur nach den sechs Saitentönen (E A D G H E) und zeigt dir die anderen Töne gar nicht an.

Für den Anfang ist der chromatische Modus die sicherere Wahl, weil er dir auch dann den richtigen Ton zeigt, wenn eine Saite weit daneben liegt.

Manche Geräte zeigen außerdem eine Zahl wie 440. Das ist der Kammerton, und er sollte auf 440 stehen.

Steht dort 442 oder 432, ist die Gitarre hinterher leicht anders gestimmt als alle anderen. Manche stimmen absichtlich auf 432 Hz, weil ihnen der Klang besser gefällt. Probier das ruhig aus. Spielst du mit anderen oder zu Aufnahmen, bleib bei 440. Mein Stimmgerät oben ist auf 440 eingestellt.

Warum springt die Nadel am Stimmgerät hin und her?

Die Nadel am Stimmgerät springt hin und her, weil eine Saite nicht die ganze Zeit gleich hoch klingt. Das ist normal.

Auch das Ergebnis schwankt, je nachdem, wie fest du anschlägst. Das kann frustrierend sein, an dir liegt es aber meistens nicht.

Zeigt das Stimmgerät ständig ganz andere Töne an, klingen oft andere Saiten mit. Was du dann tust, steht weiter unten bei den häufigen Fragen.

Schlägst du eine Saite an, schwingt sie im ersten Moment weit aus und ist dadurch kurz etwas straffer gespannt. Der Ton liegt dann ein paar Cent zu hoch und sinkt beim Ausklingen auf seine eigentliche Höhe.

Je fester du anschlägst, desto stärker ist das, und desto weiter schlägt die Nadel am Anfang aus. Zum Schluss wird der Ton so leise, dass das Stimmgerät ihn kaum noch heraushört. Dann zappelt die Nadel wieder.

So bekommst du einen ruhigen Wert:

  • Schlag die Saite mittelstark an. Zu leise hört das Stimmgerät den Ton schlecht, zu fest klingt er anfangs zu hoch.
  • Warte, bis der erste laute Moment vorbei ist.
  • Stimm am besten nach dem Wert, den die Nadel danach ein, zwei Sekunden lang zeigt.

Auf den Cent genau bleibt eine Gitarre ohnehin nicht lange. Greifst du einen Ton, drückst du die Saite herunter und spannst sie dabei etwas straffer, und der Ton steigt um ein paar Cent. Wärme und Luftfeuchtigkeit verstimmen sie mit der Zeit wieder.

Dazu kommt etwas Physik: Die Bünde teilen jede Oktave in zwölf gleich große Halbtöne. Das nennt man gleichstufige Stimmung.

Sie ist ein Kompromiss, durch den manche Zusammenklänge, etwa die große Terz in einem Dur-Akkord, immer etwas unrein klingen, auf jeder Gitarre und auch auf dem Klavier. Eine perfekte Gitarrenstimmung gibt es also nicht.

Mein Stimmgerät hier oben zeigt deshalb schon „Gestimmt“, wenn die Saite innerhalb von etwa 5 Cent um die Mitte liegt, auch wenn die Nadel dabei noch ein wenig wackelt.

Warum zeigt das Stimmgerät B statt H?

Die meisten Apps und Clip-Stimmgeräte nutzen die englischen Tonnamen, und unser H heißt im Englischen B.

Steht beim Stimmen der H-Saite also ein B im Display, ist alles richtig.

Aufpassen musst du nur bei „B♭“, „Bb“ oder „A♯“: Das ist unser deutsches B, also einen Halbton zu tief. Mein Stimmgerät oben zeigt die deutschen Namen, dort steht an der 2. Saite ein H.

Gitarre stimmen ohne Stimmgerät

Akku leer, Handy weg, Stimmgerät liegt zu Hause: Keine Sorge. Auch dann bekommst du die Gitarre gestimmt. Du brauchst nur deine Ohren und einen Referenzton. Das kann die Bandkollegin am Keyboard sein („Spiel mir mal bitte ein E!“) oder eine Stimmgabel.

Im Alltag stimmst du als Anfänger am besten mit einem Stimmgerät. Die Methode mit dem fünften Bund lohnt sich trotzdem, sobald du deine ersten Akkorde kannst. Sie schult dein Gehör, und du merkst schneller, wenn beim Spielen eine Saite wegrutscht.

Gitarre stimmen mit dem 5. Bund

Der Trick: Greifst du eine Saite im fünften Bund, klingt sie genauso hoch wie die nächsthöhere leere Saite. Mit einer Ausnahme.

  1. Stimm zuerst die tiefe E-Saite, zum Beispiel nach dem Ton aus meinem Stimmgerät oben. Wenn du allein spielst, geht es auch ohne. Stimm die tiefe E-Saite dann nur so, dass sie sauber klingt, lieber etwas zu tief als zu hoch. Sonst ziehst du am Ende alle Saiten zu stramm.
  2. Greif die tiefe E-Saite im 5. Bund und schlag sie an. Das ist ein A. Lass den Ton klingen und schlag die leere A-Saite dazu an. Dreh an der A-Saite, bis beide gleich klingen.
  3. Greif die A-Saite im 5. Bund. Das ist ein D. Lass ihn klingen und stimm die leere D-Saite dazu.
  4. Greif die D-Saite im 5. Bund. Das ist ein G. Lass ihn klingen und stimm die leere G-Saite dazu.
  5. Jetzt kommt die Ausnahme: Greif die G-Saite im 4. Bund. Das ist ein H. Lass ihn klingen und stimm die leere H-Saite dazu. Der Grund: Zwischen G- und H-Saite liegen nur vier Halbtöne, zwischen allen anderen Nachbarsaiten fünf.
  6. Greif die H-Saite wieder im 5. Bund. Das ist ein E. Lass ihn klingen und stimm die leere hohe E-Saite dazu.

Woran du hörst, dass zwei Töne gleich sind: Liegen sie knapp nebeneinander, schwingt der Klang in einem langsamen Wah-wah-wah. Das nennt man Schwebung. Je näher du am Ziel bist, desto langsamer wird es. Ist es ganz weg, stimmt die Saite.

Bei gegriffenen Tönen ist die Schwebung schwächer, weil sie schneller ausklingen. Am deutlichsten hörst du sie mit Flageolett-Tönen, dazu gleich mehr.

Spielst du mit anderen zusammen, reicht das allein aber nicht. Dann müssen alle Instrumente gleich gestimmt sein, und dafür brauchst du einen gemeinsamen Bezugston: ein Stimmgerät, eine Stimmgabel, das Klavier oder eine Gitarre, die schon gestimmt ist. Mit der vergleichst du einfach Leersaite für Leersaite und stimmst deine nach.

Gitarre stimmen ohne Stimmgerät: die 5.-Bund-Methode

Gitarre stimmen mit Flageolett-Tönen

Flageoletts sind die glockenhellen Töne, die entstehen, wenn du die Saite nur ganz leicht über dem Bundstäbchen berührst, statt sie herunterzudrücken. Falls du dich gerade fragst, wie das genau geht:

  1. Leg einen Finger direkt über das Metallstäbchen des 5. Bunds, ohne zu drücken.
  2. Schlag die Saite an.
  3. Nimm den Finger sofort wieder weg.

Zum Stimmen vergleichst du das Flageolett im 5. Bund einer Saite mit dem Flageolett im 7. Bund der nächsthöheren Saite. Das funktioniert von E nach A, von A nach D, von D nach G und von H nach hohem E. Für die H-Saite greifst du wie bei der 5.-Bund-Methode die G-Saite im 4. Bund.

Der Vorteil: Flageoletts klingen lange und sauber, die Schwebung hörst du dadurch besonders deutlich.

Der Haken: Flageoletts führen dich zu einer winzig anderen Stimmung als der, für die Gitarren gebaut sind. Pro Saite sind das nur etwa 2 Cent. Bis zur hohen E-Saite summiert es sich aber auf rund 8 Cent, und das ist mehr als die 5 Cent, die für den Anfang als gut gestimmt gelten. Prüf die Saiten danach deshalb mit dem Stimmgerät oder mit ein paar Akkorden nach.

Gitarre stimmen mit Stimmgabel, Stimmpfeife oder Klavier

Eine Stimmgabel gibt fast immer den Kammerton A mit 440 Hertz. Schlag sie leicht an deinem Knie an und setz den Fuß der Gabel auf die Decke deiner Gitarre. Die Gitarre verstärkt den Ton.

Vergleich ihn dann mit dem Flageolett im 5. Bund der A-Saite. Das klingt genauso hoch, nämlich 440 Hertz.

Ist die A-Saite gestimmt, stimmst du die tiefe E-Saite umgekehrt: Greif sie im 5. Bund und dreh an ihrem Wirbel, bis das A genauso klingt wie die leere A-Saite. Danach geht es mit Schritt 3 der 5.-Bund-Methode weiter.

Statt einer Stimmgabel gibt es auch Stimmpfeifen mit einem Ton für jede Saite. Damit stimmst du jede leere Saite direkt nach Gehör.

Steht ein Klavier oder ein Keyboard in der Nähe, nimm die Töne von dort. Die hohe E-Saite klingt wie das E direkt über dem mittleren C. H, G und D liegen in der Oktave direkt unter dem mittleren C, A und das tiefe E noch eine Oktave tiefer.

Konzertgitarre, Westerngitarre und E-Gitarre stimmen

Gestimmt werden alle drei gleich, auf E A D G H E. Unterschiede gibt es trotzdem.

Konzertgitarre stimmen

Nylonsaiten dehnen sich deutlich mehr als Stahlsaiten. Frisch aufgezogen musst du sie in den ersten Tagen ständig nachstimmen, manchmal mehrmals pro Übungseinheit. Das ist normal und gibt sich. Mehr zur Gitarre selbst steht in meinem Ratgeber zur Konzertgitarre.

Westerngitarre stimmen

Stahlsaiten dehnen sich weniger und halten die Stimmung nach dem Aufziehen schneller. Ansonsten gibt es beim Stimmen keinen Unterschied. Was die beiden Gitarren sonst unterscheidet, steht bei Konzertgitarre oder Westerngitarre.

E-Gitarre stimmen

Ohne Verstärker ist eine E-Gitarre so leise, dass ein Mikrofon sie nur schlecht hört. Nimm deshalb ein Clip-Stimmgerät, oder steck die Gitarre per Kabel in ein Stimmgerät oder in den Verstärker, wenn der eins eingebaut hat.

Hat deine E-Gitarre einen Vibratohebel (oft Tremolo genannt), beeinflussen sich die Saiten gegenseitig stärker. Dann brauchst du beim Stimmen ein paar Runden mehr.

12-saitige Gitarre stimmen

Eine 12-saitige Gitarre hat sechs Saitenpaare und dieselbe Grundstimmung E A D G H E. Bei den vier tiefen Paaren klingt die dünnere Saite eine Oktave höher, bei H und hoher E-Saite klingen beide Saiten gleich. Schlag jede Saite einzeln an und stimm sie für sich.

Mein Stimmgerät oben ist auf sechs Saiten ausgelegt. Die dickere Saite jedes tiefen Paars und beide Saiten von H und hoher E stimmst du damit wie gewohnt. Die vier Oktavsaiten erkennt es nicht, dafür nimm ein Clip-Stimmgerät im chromatischen Modus.

Kindergitarre stimmen

Eine kleinere Gitarre, etwa eine Kindergitarre in 1/2 oder 3/4, stimmst du in aller Regel genauso, auf dieselben Töne. Nur sehr kleine Instrumente werden manchmal höher gestimmt. Welche Größe zu wem passt, steht bei den Gitarrengrößen.

Ein Beispiel ist die Guitalele, etwa die Yamaha GL-1. Sie wird fünf Halbtöne höher auf A D G C E A gestimmt und klingt damit wie eine Gitarre mit Kapodaster im 5. Bund. Mein Stimmgerät oben ist dafür nicht eingerichtet, nimm für die Guitalele ein Clip-Stimmgerät im chromatischen Modus.

Andere Stimmungen: Drop D, Halbton tiefer, Open G

Für den Anfang brauchst du nur die Standardstimmung.

Viele Gitarristen verlassen beim Songwriting aber auch die Standardstimmung und kreieren damit ganz wunderbare Songs.

Irgendwann stolperst du mal über Stimmungen wie „Drop D“, „Open G“, „Half Step Down“ oder „Eb“. Die beiden letzten meinen dasselbe: alle Saiten einen Halbton tiefer. Mein Stimmgerät oben kann Drop D und Halbton tiefer, Open G nicht.

Drop D

D A D G H E: Nur die tiefe E-Saite wird einen Ganzton tiefer auf D gestimmt. Das gibt einen vollen, tiefen Bass.

„Dear Prudence“ von den Beatles nutzt diese Stimmung. Oder „Everlong“ von den Foo Fighters. Häufig triffst du diese Stimmung auch im Metal an.

Ohne Stimmgerät geht das auch: Dreh die tiefe E-Saite ein Stück unter das D und dann langsam wieder hoch, bis sie genauso klingt wie die leere D-Saite, nur eine Oktave tiefer. Zur Kontrolle greifst du die tiefe Saite im 7. Bund. Das ist jetzt ein A und klingt wie die leere A-Saite.

Halbton tiefer (Eb-Stimmung)

Es As Des Ges B Es: Alle sechs Saiten einen Halbton tiefer. Jimi Hendrix und Stevie Ray Vaughan haben oft so gespielt. Die Griffe bleiben gleich, das Lied klingt nur tiefer.

Viele Bands nutzen diese Stimmung auch, um den Sänger stimmlich zu entlasten.

Liegt dir also ein Lied in der Standardstimmung zu hoch zum Mitsingen, ist das eine Möglichkeit.

Eine andere Möglichkeit geht über den Kapodaster oder andere Akkorde, mehr dazu bei Akkorde transponieren.

Open G

D G D G H D: Die leeren Saiten ergeben zusammen einen G-Dur-Akkord. Das heißt offene Stimmung. Keith Richards spielt damit viele Stones-Riffs, etwa „Brown Sugar“. Für Anfänger eher eine Spielerei für später.

Warum verstimmt sich meine Gitarre ständig?

Ein bisschen verstimmt sich jede Gitarre. Schon innerhalb von ein, zwei Tagen kann sich die Gitarre verstimmen, weil Holz und Saiten auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit reagieren.

Darum stimmst du am besten vor jedem Spielen.

Hast du die Gitarre aber gestimmt, und sie ist nach ein paar Minuten wieder „out of tune“, steckt oft eine dieser Ursachen dahinter:

  • Neue Saiten dehnen sich noch. Zieh jede frisch aufgezogene Saite ein paarmal vorsichtig vom Griffbrett weg, stimm nach und wiederhole das. Danach hält sie deutlich besser. Solange sie noch weit unter dem Zielton liegen, wählst du die Saite in meinem Stimmgerät von Hand. Welche Saiten zu deiner Gitarre passen, steht bei den Gitarrensaiten.
  • Die Mechanik ist locker. Bei Western- und E-Gitarren sitzt vorne an der Kopfplatte eine Mutter, die du vorsichtig nachziehen kannst. Bei der Konzertgitarre ist die Mechanik seitlich mit kleinen Schrauben befestigt. Dreht sich ein Knopf zu leicht, hilft oft die Schraube an seinem Ende. Ist die Mechanik ausgeleiert, hilft eine neue.
  • Die Mechaniken sind sehr einfach. Billige Mechaniken haben manchmal Spiel und lassen sich schwer fein einstellen. Bessere Mechaniken kann dir eine Gitarrenwerkstatt einbauen.
  • Du schlägst zu fest an. Dann klingt der Ton im ersten Moment höher und sinkt danach ab. Schlag beim Stimmen mittelstark an und stimm auf den ausklingenden Ton.
  • Du hast von oben gestimmt. Dann kann die Saite beim Spielen nachrutschen. Stimm deshalb möglichst von unten an den Ton heran.
  • Die Gitarre ist warm oder kalt geworden, etwa in der Sonne, neben der Heizung oder im Auto. Was dabei passiert, steht gleich unter dieser Liste.

Für E- und Westerngitarren gibt es außerdem Locking-Mechaniken (Locking Tuner). Sie klemmen die Saite am Wirbel fest. Dadurch braucht sie dort kaum Wicklungen, und der Saitenwechsel geht schneller.

Wie viel stabiler die Stimmung damit wird, ist unter Gitarrenbauern umstritten. Oft liegt das Problem eher am Sattel. Für den Anfang brauchst du keine.

Warum ist meine Gitarre mal zu hoch und mal zu tief verstimmt?

Ob deine Gitarre zu hoch oder zu tief verstimmt ist, hängt vor allem von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab:

  • Wärme, etwa durch Sonne oder Heizung: Stahlsaiten dehnen sich aus und verlieren Spannung, die Gitarre klingt tiefer. Nylonsaiten verhalten sich oft umgekehrt und klingen bei Wärme eher höher.
  • Kälte, etwa im Auto oder im Flur: Stahlsaiten ziehen sich zusammen, die Gitarre klingt höher. Bei Nylonsaiten ist es oft andersherum.
  • Feuchte Luft: Das Holz nimmt Feuchtigkeit auf, die Decke wölbt sich leicht nach oben und hebt die Saiten an. Die Gitarre klingt dann oft etwas höher.
  • Trockene Heizungsluft: Das Holz gibt Feuchtigkeit ab, die Decke senkt sich. Die Gitarre klingt oft etwas tiefer.

Am stabilsten bleibt die Stimmung in einem Raum mit gleichmäßiger Temperatur und Raumfeuchtigkeit. Vermeide Positionen direkt an Heizung, Fenster oder der Außenwand.

Das Thema der Gitarrenbefeuchter ist besonders für hochpreisige Instrumente relevant.

Nach einem Transport oder Versand ist eine Gitarre fast immer verstimmt, das ist kein Mangel. Lass sie in Koffer oder Tasche erst eine Weile im Zimmer liegen, bis sie Raumtemperatur hat, und stimm sie dann.

Gitarre gestimmt, klingt aber trotzdem schief?

Dann liegt es meist nicht am Stimmen. Häufige Gründe:

  • Du drückst zu fest. Eine stark heruntergedrückte Saite klingt leicht zu hoch, besonders in den höheren Bünden Richtung Korpus.
  • Die Saitenlage ist zu hoch. Dann musst du die Saiten beim Greifen weit herunterdrücken, und sie klingen höher. Bei Gitarren, die lange in der Ecke standen, kommt das öfter vor. Wie du das testest, steht in meinem Beitrag zum Gitarre lernen.
  • Die Saiten sind alt. Alte Saiten treffen gegriffen die Töne nicht mehr sauber, auch wenn die leeren Saiten stimmen. Ein neuer Satz kostet um die zehn Euro.
  • Die Bundreinheit ist verstellt. Dann treffen gegriffene Töne in den höheren Bünden nicht mehr genau, obwohl die leeren Saiten stimmen. Prüfen kannst du das selbst: Spiel das Flageolett im 12. Bund und danach denselben Ton im 12. Bund gegriffen. Drück dabei nur so fest wie nötig. Klingen beide gleich, passt es. Mit einem Clip-Stimmgerät im chromatischen Modus siehst du es genauer: Der gegriffene Ton sollte genauso in der Mitte stehen wie die leere Saite. Liegt er deutlich daneben, richtet das eine Gitarrenwerkstatt.
  • Der Kapodaster sitzt schief. Er kann die Saiten zur Seite ziehen und verstimmen. Setz ihn gerade und dicht hinter das Bundstäbchen und stimm danach kurz nach.

Saite beim Stimmen gerissen?

Das passiert vor allem, wenn die falsche Saite gedreht oder weit über den Zielton gestimmt wurde. Oder die Saite war schon alt: Angelaufene Saiten reißen beim Hochstimmen leichter.

Prüf deshalb vor dem Drehen, ob der Wirbel in deiner Hand wirklich zu der Saite gehört, die du anschlägst. Und behalte beim Hochdrehen das Stimmgerät im Blick: Zeigt es schon einen Ton über dem Ziel an, sofort zurück.

Häufige Fragen zum Gitarre stimmen

Wie oft muss ich meine Gitarre stimmen?

Vor jedem Spielen. Bei neuen Saiten auch zwischendurch.

Kann ich die Gitarre mit dem Handy stimmen?

Ja. Entweder mit einer Stimm-App oder direkt im Browser mit meinem Stimmgerät oben auf dieser Seite. Wichtig ist nur eine ruhige Umgebung, weil das Handy über das Mikrofon zuhört.

Warum zeigt mein Stimmgerät nichts an?

Oft ist die Saite zu leise oder das Mikrofon zu weit weg. Halte das Handy näher an das Schallloch und schlag etwas kräftiger an. Eine E-Gitarre ohne Verstärker hört das Mikrofon oft gar nicht, dann hilft ein Clip-Stimmgerät. Reagiert mein Stimmgerät oben überhaupt nicht, prüf, ob dein Browser den Zugriff auf das Mikrofon erlaubt. Hast du den Zugriff einmal abgelehnt, erlaubst du ihn in den Website-Einstellungen deines Browsers wieder, meist über das Symbol links neben der Adresse.

Mein Stimmgerät zeigt einen ganz anderen Ton an. Was tun?

Meistens klingen andere Saiten mit, und das Gerät hört den falschen Ton. Leg die Hand locker auf die übrigen Saiten, damit sie still sind, und schlag nur die eine an. Springt die Anzeige hin und her, schlag mittelstark an und schau erst auf die Nadel, wenn der erste laute Moment vorbei ist.

Ist die Saite sehr weit verstimmt, zeigt mein Stimmgerät oben den Ton, den es wirklich hört, zum Beispiel ein H statt eines D, und fragt nach. Tipp dann unten die Saite an, die du gerade stimmst. Dann zeigt dir die Nadel die richtige Richtung. Bei einem Clip-Stimmgerät im chromatischen Modus drehst du einfach weiter, bis der richtige Buchstabe erscheint.

Meine Gitarre lässt sich nicht stimmen. Woran liegt das?

Häufige Ursachen:

  • Du drehst am falschen Wirbel.
  • Die Saite rutscht am Wirbel oder am Steg nach, weil sie nicht fest genug sitzt.
  • Die Mechanik dreht durch.
  • Der Wirbel lässt sich nur sehr schwer drehen.

Prüf zuerst, ob sich beim Drehen wirklich die Saite bewegt, die du anschlägst.

Ist die Saite neu, dehnt sie sich noch. Das gibt sich nach ein paar Tagen. Rutscht eine ältere Saite immer wieder ab, sitzt sie nicht fest: Zieh sie neu auf.

Dreht sich ein Wirbel sehr schwer, dreh nicht mit Gewalt weiter. Eine kaputte oder schwergängige Mechanik richtet eine Gitarrenwerkstatt.

Muss ich als Linkshänder anders stimmen?

Nein. Auch auf einer Linkshändergitarre heißen die Saiten von der dicksten zur dünnsten E, A, D, G, H und E. Sie liegen nur spiegelverkehrt. Mehr dazu bei den Saiten einer Gitarre.

Wie lange dauert es, eine Gitarre zu stimmen?

Mit Stimmgerät und etwas Übung unter einer Minute. Am Anfang eher fünf. Nach den ersten zwei, drei Wochen sitzt der Ablauf.

Und jetzt: Stimmen und losspielen

Stimmgerät starten, von der tiefen E-Saite nach oben, zum Schluss einmal gegenprüfen. Danach klingt dein erster Akkord so, wie er klingen soll. Wenn du noch nicht weißt, welcher das sein soll: In meinem Plan zum Gitarre lernen fängst du mit E-Moll an.

Lieber mit Anleitung? In meinem Gratis-Mini-Kurs zeige ich dir in fünf Lektionen per E-Mail, wie es nach dem Stimmen weitergeht, bis zum ersten Lied.

Klappt das Stimmen bei dir nicht, oder zeigt das Stimmgerät etwas an, das du dir nicht erklären kannst? Hinterlass mir einfach ganz unten einen Kommentar, und ich versuche, das gemeinsam mit dir rauszufinden.

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Bernd

Gründer von gitarrenbeginner.de, Gitarrist und Lehrer aus Leidenschaft.
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Inhaltsverzeichnis

10 Kommentare

  1. Habe bereits ein Stimmgerät und habe früher in einer Musikgruppe gespielt!Habe mir ein Gitarren lern Grund
    Buch gekauft!Habe große Probleme beim Erlernen der Moll Akkorde und noch größere Probleme beim Erlernen der Barregriffe! Vielleicht könntest du mit deiner langjährigen Erfahrung mir etwas unter die Arme greifen!
    Gruß Ludwig

    1. Hallo Ludwig,

      ein guter Einstiegspunkt ist der kostenlose Kurs:
      https://www.gitarrenbeginner.de/gratis-kurs/

      Zum Thema Barré-Akkorde findest du hier etwas Hilfestellung:
      https://www.gitarrenbeginner.de/barre-akkorde/

      Berücksichtige am besten auch immer die Gitarrenhaltung:
      https://www.gitarrenbeginner.de/gitarrenhaltung/

      Auch die richtige Gitarrenwahl kann Einfluss auf das Spiel haben:
      https://www.gitarrenbeginner.de/welche-gitarre-fuer-anfaenger/

      VG,
      Bernd

    1. Hey Baldur, klar, ich erklär dir das gerne!

      Stell dir vor, ein Akkord auf der Gitarre ist wie eine Gruppe von Noten, die zusammen gespielt werden und sich gemeinsam gut anhören. Um einen Akkord zu spielen, drückst du mit deinen Fingern bestimmte Saiten auf dem Griffbrett deiner Gitarre nieder, während du gleichzeitig die Saiten anschlägst oder zupfst. Jeder Akkord hat sein eigenes Griffbild, wie du deine Finger platzieren musst.

      Es gibt viele verschiedene Akkorde, aber die meisten Lieder verwenden nur einige wenige. Die Basisakkorde, die du als Erstes lernen solltest, sind zum Beispiel C-Dur, G-Dur, D-Dur, E-Moll und A-Moll. Diese Akkorde werden oft mit Buchstaben abgekürzt, wie „C“ für C-Dur oder „Em“ für E-Moll.

      Ein Tipp: Es kann am Anfang etwas schwierig sein, die Finger richtig zu platzieren und die Saiten sauber klingen zu lassen, aber mit etwas Übung wirst du schnell besser. Fang mit einfachen Akkorden wie E-Moll oder C-Dur an und übe regelmäßig, dann wirst du schon bald ganze Lieder spielen können.

      Ich hoffe, das hilft dir weiter! Wenn du noch Fragen hast, frag ruhig.

  2. Hallo,

    wir haben seit kurzem eine Gitarre mit Metallseiten.
    Mein Mann mag gern Gitarre lernen.
    Die hohe E-Saite „scheppert“ irgendwie recht doll – zumindest für mein Pianistengehör. Ist das normal oder was kann man da tun.

    1. Hallo Mo,

      das hört sich nach dem altbekanntem Saitenschnarren an 🙂 Weißt du ob es sich um eine Westerngitarre oder Konzertgitarre handelt? Wenn es eine Konzertgitarre ist: Sofort runter mit den Saiten und Nylonsaiten aufspannen.

      Wenn es eine Westerngitarre ist: Zum nächsten Musikgeschäft damit und mal anschauen lassen, meistens ist dann der Hals nicht korrekt eingestellt, ggf. müssen auch neue Saiten aufgezogen werden.

      Viele Grüße,
      Bernd

  3. Saiten stimmen

    Mir fehlen die früher an dieser Stelle stehenden einzelnen Töne zum Saitenstimmen.
    Könntet Ihr das bitte wieder einrichten oder
    kurz einen Hinweis über den Verbleib dieser
    Einzeltöne geben?!

    Vielen Dank und herzliche Grüße

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