Noten lesen lernen

Noten lesen – Schnell & verständlich

Noten lesen lernen ist gar nicht so schwierig. Träumst du auch schon lange davon ein Musikinstrument spielen zu können, aber du hast keine Ahnung vom Noten lesen? Dann ändern wir das jetzt 🙂

Noten lesen – wie funktioniert das nun genau?

Unbedingt nötig ist es nicht, dass du als Gitarrist Noten lesen kannst. Auch mit Gitarren Tabs kommst du prima über die Runden. 

Aber dennoch hilft es natürlich ungemein fürs Verständnis, wenn du Noten lesen kannst.

Und weil es an der Klaviatur des Klaviers tatsächlich am einfachsten erklärt ist, schauen wir uns diese einmal an.

Tonleiter Klavier

Bei der C-Dur-Tonleiter haben wir die obigen sieben Ganztonschritte (C-D-E-F-G-H-C) und die Halbtonschritte Cis – Dis – Fis – Gis – Ais.

Wir starten bei also beim C, die Töne danach werden fast alphabetisch geordnet: Auf die Note folgt das D, dann das E, F und das G. Vor dem nächsten Ton H drängt sich allerdings noch das A. Nun kommt wieder das C und die Töne beginnen von vorne.

Man nennt diese bestimmte Folge von Tönen C-Dur Tonleiter.

Um mehr Hintergründe zu diesem System zu erfahren, lies dir den folgenden Artikel zum Thema Tonleiter noch einmal in Ruhe durch:

Das Verständnis über die zwölf Noten ist schon ein großer Schritt. Nun verteilen wir die Noten mal auf das Notenblatt.

Das Notensystem

Wichtig sind erst einmal die Linien: Fünf Stück müssen es sein. Am Anfang stehen oftmals noch seltsame Symbole (Notenschlüssel oder Vorzeichen) oder Zahlen (Takt) – doch das soll uns für den Moment erst einmal nicht irritieren.

Notenzeile
Eine leere Notenzeile mit fünf Linien

Die Linien funktionieren übrigens fast wie eine Leiter, allerdings finden Töne in der Musik auch zwischen den Sprossen ihren Platz.

Ein Ton kann also direkt auf eine Linie geschrieben werden, oder eben unterhalb bzw. oberhalb einer Linie. Du benötigst also zwei Tonschritte (siehe auch wieder die Tonleiter), um von einer Linie zur nächsten Linie zu kommen.

Notenwerte

Zwei Notenwerte

Besonders hohe oder besonders tiefe Töne werden durch Hilfslinien nach oben oder unten ergänzt, um auch diese Töne notieren zu können.

Hilfslinien oben und unten

Nun werden wir aber mal konkret und Beginnen mit dem eigentlichen Ablauf des Notenlesens!

Noten lesen – so geht es

Du kennst jetzt die Ganzton- und Halbtonschritte und hast das Liniensystem gesehen. Übertragen wir einmal die Ganztonschritte auf das Notenblatt, sieht das wie folgt aus.

Ganztonschritte

Noten lesen Ganztonschritte

Wir haben jetzt quasi die weißen Tasten der Klavitur (also die Ganztonschritte) auf die Zeilen gesetzt. Der Notenwert springt dabei immer eine Sprosse nach oben.

Als Gitarren-Tabs (siehe auch Tabs lesen lernen) könnte das übrigens so aussehen:

|-------------------
|--------------0-1--
|----------0-2------
|----0-2-3----------
|--3----------------
|-------------------

Halbtonschritte

Halbtonschritte werden entweder mit einem Vorzeichen versehen. Entweder ist das ein „#“ oder ein „b“. Ein „#“ erhöht den Notenwert um einen halben Schritt, ein „b “ vermindert den Notenwert um einen halben Schritt.

Noten lesen Vorzeichen
gis und ges

Setzt man vor einem g ein #, wird daraus ein gis (plus ein halber Ton). Setzt man vor einem g ein b, wird daraus ein ges (minus ein halber Ton). Das ges entspricht dabei wiederum dem fis – selber Ton, unterschiedliche Bezeichnung.

Noten lesen Halbtonschritte
Tonleiter mit allen Halbtonschritten

Notenwerte

Die Tonhöhe können wir jetzt also bestimmen. Fehlt noch die Geschwindigeit – die Notenwerte.

Ein Notenwert gibt an, wie lang ein Ton andauern soll.

Notenwerte
Notenwerte

Schauen wir uns mal die Notenwerte von links nach rechts an:

  • die ganze Note: leerer Notenkopf ohne Notenhals
  • die halbe Note: leerer Notenkopf mit Notenhals
  • die Viertelnote: gefüllter Notenkopf mit Hals
  • die Achtelnote: schwarzer Kopf mit Fähnchen
  • die Sechzehntelnote: schwarzer Kopf mit zwei
    Fähnchen
  • die Zweiunddreißigstelnote: schwarzer Kopf mit drei
    Fähnchen

Anstatt der Fähnchen sieht man übrigens auch oft Balken.

Abstrakt gesprochen dauert eine ganze Note 4x länger als eine Viertelnote. Bzw. vier Viertelnoten sind so lang wie eine ganze Note.

Machen wir es mal konkret: Das Lied verfügt über einen 4/4 Takt. Das heißt, dass du vier Viertelnoten in einen Takt packen kannst, bis ein neuer anfängt. Eine ganze Note hingegen dauert einen ganzen Takt.

Notenwerte Beispiel

Ein Takt wird übrigens mit dem vertikalen Strich getrennt – ein Taktstrich.

Nehmen wir nun noch an du spielst ein Lied mit 60 Schlägen in der Minute (auch 60 bpm / beats per minute genannt). Dann würdest ein Taktschlag genau einer Sekunde entsprechen.

Du würdest also die ersten 4 Sekunden je eine Viertelnote spielen, in der 5. Sekunde kommt dann die ganze Note. Sekunde 6, 7 und 8 klingt diese noch nach.

Pausenwerte

So wie es Notenwerte gibt, gibt es auch Pausenwerte. Und diese lassen sich 1:1 auf die Notenwerte matchen, eben nur mit anderen Symbolen.

Pausenwerte
Pausenwerte
  • Ganze Pause: Hängt an der Linie
  • Halbe Pause: Steht auf der Linie
  • Viertel Pause
  • Achtel Pause
  • Sechzehntel Pause
  • Zweiunddreißigstel Pause

Und sonst noch?

Das sind auf jeden Fall schon die Basics zum Noten lernen. Dann gibt es noch ein paar Feinheiten wie den Schlüssel oder den Takt.

In den meisten Fällen wirst du auf einen Violinschlüssel und einen 4/4 Takt treffen (ein Walzer hat typischerweise einen 3/4 Takt).

Der Takt gibt ganz einfach an an, wie viele Notenwerte in einen Takt passen. Bei einem 4/4 Takt passen entsprechend vier Viertelnoten bzw. eine ganze Note rein.

Der bekannteste und meist verwendete Schlüssel der Violinschlüssel. Mit diesem wirst du als Gitarrist fast immer arbeiten und du erkennst ihn an folgendem Symbol

Violinschlüssel
Violinschlüssel
2 Comments
  • Anna
    Posted at 12:07h, 15 Juli Antworten

    Hallo,
    so jetzt weiß ich zwar wie man Noten ließt aber wie bekomme ich das nun auf die Gitarre? Ich habe Jahreslang nur mit Tabs und Chords gespielt und frage mich jetzt was nun zum Beispiel ein Em ist als Note.
    Bitte dazu nochmal ein paar Infos.
    Danke LG Anna

    • Bernd (gitarrenbeginner.de)
      Posted at 16:06h, 21 Juli

      Liebe Anna,

      der Akkord Em ist keine Note, sondern ein Dreiklang – er besteht also aus 3 unterschiedlichen Tönen. Bei E-Moll wären dies die 3 Töne E, H und Gis.

      Viele Grüße,
      Bernd

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