Harley Benton Gitarre – Qualität, Empfehlung, Bestenliste

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Wer sich für eine neue Gitarre interessiert, kommt an Harley Benton kaum vorbei. Günstige Preise und tolle Bewertungen lassen die Gitarren attraktiv erscheinen. Doch wie gut sind die Produkte von Harley Benton eigentlich? Welche Gitarren lohnen sich wirklich? Und wer steckt hinter der Marke?

Wie gut sind Harley Benton Gitarren?

Durch die Bank weg lässt sich sagen: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei allen Instrumenten wirklich sehr sehr gut. Für den veranschlagten Preis bekommt man Instrumente mit guter Qualität.

Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis äußert sich in der schönen Verarbeitung, einer guten Bespielbarkeit und auch im Klang. Es werden gute Tonabnehmer und sonstige Hardware verbaut, was sich auch positiv auf Sound oder Stimmstabilität auswirkt.

Daher sind die Gitarren nicht nur für Einsteiger interessant. Selbst professionelle Musiker nehmen die Instrumente mit auf die Bühne.

Aber es kann immer Ausnahmen geben: Ich habe es schon erlebt, dass eine Gitarre bei der Endkontrolle etwas durchgerutscht ist. Wahrscheinlich war es Freitagnachmittag als das passiert ist. Oder Montagmorgen. Das kann sich in kleinen Details wie „alten“ Saiten oder nicht ganz so gut polierten Bundstäbchen am Griffbrett äußern. Für einen fortgeschrittenen Gitarristen kein Problem, das er nicht lösen könnte. Für Anfänger allerdings etwas unglücklich, der kennt sich ja noch nicht so gut aus.

Aber ganz klar: Das kann auch bei anderen Herstellern passieren. Manche Unschönheiten entstehen auch erst auf dem Versandweg. Da das Holz der Gitarre arbeitet, kann sich bspw. die Einstellung der Gitarre (Saitenlage) auf dem Weg von Thomann zu dir nach Hause verändern. Insbesondere an heißen Sommer- oder kalten Wintertagen.

Außerdem ist da ja immer noch der hervorragende Kundenservice, der sich eigentlich immer sehr kulant zeigt. Zudem gibt Thomann 3 Jahre Garantie: https://www.thomann.de/de/helpdesk_warranty.html

Alles in allem bieten Harley Benton Gitarren eine hervorragende Kombination aus Qualität und fairem Preis, die sie zu einer idealen Wahl für alle machen, die ihre Gitarrensammlung aufrüsten oder mit dem Erlernen eines Instruments beginnen möchten. Bisher ist mir kein Test untergekommen, der den Harley Bentons keine gute Leistung attestiert hat. Wer auf der Suche nach einer zuverlässigen Gitarre ist, die bei guter Qualität auch noch günstig ist, dann ist Harley Benton definitiv eine Überlegung wert.

Wer steckt hinter Harley Benton?

Harley Benton ist die Hausmarke von Thomann. Das Musikgeschäft liegt im oberfränkischen Treppendorf bei Bamberg. Wenn auch nicht sonderlich urban gelegen, ist das 1954 gegründete Familienunternehmen heute dennoch das größte Musikhaus in Europa. Das hat vor allem mit dem visionären Unternehmertum von Hans Thomann zu tun, der bereits 1996 als erster Musikhändler in Deutschland mit einem Onlineshop die Produkte vertrieben hat.

Nur ein Jahr später, im Jahr 1997, ging das Musikhaus Thomann dann mit der Marke Harley Benton an den Start. Seitdem werden Gitarren, Bässe, Verstärker und Zubehör vom Thomann-Store vertrieben. Bei den Gitarren bleiben mit klassischen Konzertgitarren, Westerngitarren und E-Gitarren keine Wünsche offen. Vom Gibson Les Paul Nachbau über einem Explorer-Typ bis zum Fender Stratocaster Imitat. Auch ausgefallene 7-Saiter E-Gitarren für Heavy Metal Fans sind im Programm.

Wurden zu Beginn vor allem Produkte von Herstellern aus China mit dem Harley Benton-Logo versehen und so verkauft, nimmt Thomann heute viel stärkeren Einfluss auf die Produktentwicklung und gibt den Herstellern Vorgaben, nach denen sie produzieren. Mit Erfolg.

So hatten die Produkte zu Beginn noch nicht die Qualität, über die sie heute verfügen. Entsprechend haftet der Marke zwar noch der Ruf aus alten Zeiten an, aber dieser ist mittlerweile zum Größtenteil überholt.

Seit Dezember 2019 hat Harley Benton auch eine eigene Webseite.

Warum sind Harley Benton Gitarren so günstig?

Als weltweit umsatzstärkstes Musikhaus erreicht Thomann dieses Preisniveau durch das große Einkaufsvolumen, welches den Preis entsprechend drückt.

Aber auch der direkte Vertrieb senkt den Preis natürlich. Während andere Hersteller auf den Einzelhandel angewiesen sind, der seinerseits wiederum natürlich auch etwas beim Verkauf verdienen möchte, muss Harley Benton als Hausmarke von Thomann diesen Zwischenhandel entsprechend nicht aufschlagen. Und gibt diese Ersparnis zur Freude aller Kund*innen direkt an diese weiter.

Und dann ist da natürlich noch der Faktor „Marke“.

Während man bei den bekannten Marken wie Fender, Gibson & Co auch immer für den Markennamen (und das entsprechende Marketing) mitzahlt, bleibt einem dieser Aufpreis bei der Thomann Hausmarke erspart. Auf der anderen Seite steht natürlich auch der Wiederverkaufswert: Gitarren von Fender und Gibson sind am Gebrauchtmarkt noch zu guten Preisen zu verkaufen. Alte Modelle sind mittlerweile sogar wahre Sammlerstücke und erzielen sehr hohe Preise. Ob das bei Harley Benton in 50 Jahren auch mal so sein wird? Ich habe Zweifel 😉

Wo kommen Harley Benton Gitarren her?

Genau ist das nur schwierig zu sagen. Der erste Produzent, der mit Harley Benton in Verbindung gebracht wird, ist Saein Musical Instrument Co., Ltd., einem südkoreanischen OEM-Anbieter. Der allerdings in China produziert. Und das aber auch für bekannte Marken wie bspw. Epiphone. Ob das heute noch so ist, wage ich zu bezweifeln. Manche Spuren führen auch auf die Philippinen.

Abschließend lässt sich das kaum beantworten – ist ja auch ein Stück weit Betriebsgeheimnis. Meine Vermutung: Harley Benton kauft bei unterschiedlichen Herstellern ein, die vornehmlich in Asien produzieren.

Kritik an den Produkten

In Zeiten von Klimakrise sollte man auch einen kritischen Blick auf die ökologische Nachhaltigkeit der Produkte werfen. Denn ob bei den günstigen Preisen noch Spielraum für Naturbelange ist, möchte ich in Frage stellen.

Da beim Instrumentenbau auch immer Hölzer verwendet werden, wird hier mit dem Fällen von Bäumen natürlich immer ein direkter Eingriff in die Natur vorgenommen.

Bei den größeren Marken geht beispielsweise ein Teil der Umsatzerlöse zurück in nachhaltig Projekte. So hat Fender eine Partnerschaft mit Music Wood Coalition, einem Projekt von Greenpeace, das sich für den Schutz von Bäumen einsetzt.

Auch bei anderen Markenherstellern sind solche Bestrebungen bekannt, um etwa regionale Hölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu verwenden.

Aber klar: Solche Bestrebungen treiben den Preis.

Auch die langen Transportstrecken sind zu berücksichtigen. Wie bereits erwähnt produziert Harley Benton mutmaßlich Größtenteils in Asien.

Eine Produktion in Europa mit lokalen Hölzern wäre natürlich zu bevorzugen, um den ökologischen Fußabdruck für den Hauptabsatzmarkt möglichst gering zu halten.

Testsieger: Sind das die Besten Harley Benton Gitarren?

Keine Ahnung ob das die besten Gitarren sind. Das ist auch definitiv keine Testsieger-Compilation. Und auch kein Test. Aber es sind aus meiner ganz persönlichen Sicht die spannendsten Gitarren aus dem Harley Benton.

Konzertgitarre: Harley Benton HBO-850

Zugegebenermaßen ein etwas ausgefallener Look für eine Konzertgitarre. Aber wer nach einer klassischen Gitarre sucht, wird eher bei anderen Herstellern fündig. Was man mit der HBO-850 allerdings für das Geld bekommt, findet man so schnell sonst nirgends. (Gibt es übrigens nicht nur in Blue)



Westerngitarre: Harley Benton HBD120CEBK

Die schlichte Schönheit in Schwarz. Der günstige Einstieg, um sich seinen Traum vom Lagerfeuer zu erfüllen. Saubere Intonation trotz günstigem Preis. In der Bauform als Dreadnought zudem für viele Einsteiger geeignet.



Westerngitarre: Harley Benton CL King-CE NT

Der King lebt! Zugegebenermaßen ist diese Jumbo-Gitarre mit ihrem großen Korpus nicht für jeden Geschmack. Aber wo sonst bekommt man so eine Legende für den kleinen Geldbeutel?



Stratocaster: Harley Benton ST-20HSS

Egal in welcher Farbe: Die ST-20 ist ein richtig gutes Instrument für Anfänger. Ein verlässlicher Strat-Nachbau als idealer Begleiter für die ersten Powerchords. Preis-Leistung? Unerreicht.



Les Paul: Harley Benton SC-450Plus

Es ist eine Glaubensfrage, ob man eher der Typ Stratocaster oder Les Paul ist. Die SC-450Plus schreit förmlich nach Gary Moore oder Slash. Ein optischer Leckerbissen zu einem Knallerpreis.



Telecaster: Harley Benton TE-53KR BL

Die Telecaster ist die Ur-Form der E-Gitarre. Und dieses Modell kommt mit dem Humbucker daher. Keith Richards (daher das KR im Modellnamen) von den Rolling Stones lässt grüßen!



Moderner Allrounder: Harley Benton Fusion-III

Auch wenn ich alle genannten Gitarren gerne bei mir an der Wand hängen hätte. Diese ist hier ist die einzige, die es wirklich tut. Die Fusion-III ist der moderne Vertreter der E-Gitarre und vereint alle Vorteile aus dem modernen Gitarrenbau zu einem unschlagbaren Preis.



Hollowbody: Harley Benton HB-35Plus

Boah! Ne Hollowbody mit richtig feinem Sound und hochwertiger Optik. Da kommt Vintage-Feeling auf.



Mein Fazit zu Harley Benton Gitarren

Mein Fazit: Kaufempfehlung. Kaum ein Hersteller schafft so ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und hat so ein großes Portfolio an Instrumenten.

Natürlich gibt es bei den günstigen Preisen auch Schwankungen in der Qualität und es kann durchaus sein, dass ein Instrument bei dir zu Hause ankommt, das nicht optimal eingestellt ist. Aber dank der unkomplizierten Rückgabe kannst du deine Gitarre zu Hause in Ruhe unter die Lupe nehmen.

Ich selbst habe eine E-Gitarre von Harley Benton zu Hause und übe damit sehr sehr gerne. Oder gehe damit auf die Bühne. Denn sie klingt gut und ist zuverlässig. Und bei einer Harley Benton ist es mir egal, ob eine Macke reinkommt. Oder sie im schlimmsten Fall geklaut wird. Bei meiner Gibson habe ich da schon größere Bedenken…

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Bernd

Gründer von gitarrenbeginner.de, Gitarrist und Lehrer aus Leidenschaft.
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4 Kommentare

  1. Hallo Bernd, ich habe mir zu Weihnachten bei Thomann eine Harley Benton St Jamster SCA gegönnt. Die Gitarre kam nach 3 Tagen gut verpackt an und die Optik und die Verarbeitung hat mich begeistert. Die eingebauten Effekte sind leider nicht so prall. Vor allem die Verzerrten höhren sich nicht gut an. Ich habe sehr dicke Finger und Probleme beim drücken der Saiten. Die Sattelbreite beträgt ja auch nur 42mm. Frage: Gibt es eine E Gitarre mit einer Sattelbreite von 52mm? Ich bin gespanntauf Deine Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen Dein Fan Totti.

    1. Hallo Totti,

      danke für deinen Erfahrungsbericht zur Jamster. Dass die integrierten Effekte – besonders High-Gain/Verzerrung – bei solchen Hybrid-Lösungen physikalische Grenzen haben, ist leider normal. Für einen guten Zerrsound brauchst du einen externen Amp oder Modeller.

      Aber auch da hat Harley Benton vernünftige Lösungen zum richtig guten Preis:
      https://www.thomann.de/de/harley_benton_dnafx_amp20.htm?offid=1&affid=359
      https://www.thomann.de/de/harley_benton_dnafx_git_core.htm?offid=1&affid=359

      Beim Amp hast du das Lautsprechersystem quasi schon integriert.
      Beim Modeller bist du entweder nur auf Kopfhörer begrenzt oder du brauchst noch einen zusätzlichen Lautsprecher (bspw. https://www.thomann.de/de/harley_benton_frfr_112a_guitar_dsp_monitor.htm?offid=1&affid=359)

      Zu deiner Frage nach den 52 mm: Hier muss ich dich bremsen. 52 mm ist das Standardmaß für Konzertgitarren (Nylonsaiten). Bei E-Gitarren ist das quasi nicht existent und wäre spieltechnisch auch kontraproduktiv.

      Bezüglich der Sattelbreite: Der Standard bei E-Gitarren liegt zwischen 41 mm und 43 mm. Es gibt zwar sogenannte ‚Wide Neck‘-E-Gitarren (z. B. von Big Lou Guitars), aber selbst diese liegen meist ’nur‘ bei ca. 47 mm und sind schwer zu bekommen.

      Mein dringender Rat: Such nicht nach einer 52-mm-E-Gitarre. Das Problem sind fast nie zu dicke Finger.
      Man denke hier bspw an Israel Kamakawiwoʻole – der Ukulele spielt.

      Häufiges Problem ist die korrekte Gitarrenhaltung oder die Fingerhaltung.
      Wenn du bspw. die Finger nicht steil genug aufsetzt (im 90-Grad-Winkel zum Griffbrett), dämpfst du zwangsläufig die Nachbarsaiten ab – egal ob bei 42 oder 45 mm.

      Wenn du wirklich mehr Platz brauchst, schau dir Modelle mit 43 mm oder 44 mm Sattelbreite an (oft bei Les Paul-artigen Modellen oder bestimmten Ibanez-Serien), aber der Sprung auf 52 mm ist bei einer E-Gitarre der falsche Weg.

      Wie bei so vielen Hobbies steht selten die Ausrüstung im Weg.

      Besser ist es, sich mit Grundlagen wie bspw. der korrekten Gitarrenhaltung (https://www.gitarrenbeginner.de/gitarrenhaltung/) auseinanderzusetzen.
      Und natürlich braucht es viel Geduld.

      Viele Grüße,
      Bernd

  2. Hallo betrifft Telecaster Pro Serie
    Habe mir vor einiger Teit eine Harley Benton Telecaster zugelegt.Habe sie bei Thomann gesehen,und fand sie von der Optik einfach Super.Riegelahorn Decke Roasted Maple neck Hochglanz poliert einfach wunderschön.Habe sie mir dann bei Thomann bestellt,und war froh das ich noch eine bekommen habe.Das gleiche Modell war eine Woche später nirgendwo mehr zu bekommen. Da waren wohl etliche Leute die das genauso sahen wie ich.Ich spiele selbst seid 30 Jahre PRS ,Und weiß was eine gute Gitarre ist.Zuhause ausgepackt,war ich wirklich erstaund,eine tolle Verarbeitung,der Hals ist einfach der Hammer.Natürlich habe ich sie etwas frisiert,habe twei Häusel 59 Pickups eingebaut,und auch die anderen Komponenten getauscht.Klar ist der Hals kein PRS Neck,aber im Sound braucht sie sich nicht zu verstecken.

    1. Hallo Hans-Dieter,

      vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Das sehe ich auch so: Wer sich als erfahrener Gitarrist mit Modding auskennt, kann durch individuelle Anpassungen noch einiges rausholen und bekommt für wenig Geld ein tolles Instrument. Aber auch Anfänger haben mit der „Werksgitarre“ schon ein tolles Instrument für schmales Geld.

      VG,
      Bernd

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