gitarrenbeginner.de

Sattelbreite einer Gitarre

Als Gitarrist stolpert man früher oder später über den Begriff Sattelbreite. Viele Anfänger haben dieses Maß beim Kauf einer Gitarre erst einmal gar nicht auf dem Radar, dabei hat die Breite des Sattels durchaus einen Einfluss auf  das Spiel.

Was ist die Sattelbreite?

Dazu muss man natürlich erst einmal wissen, wer oder was der Sattel überhaupt ist. Der Sattel ist ein schmales Bauteil am Übergang von Gitarrenhals zum Kopf. Meist aus Plastik hergestellt, verfügt er über 6 Kerben (4 beim Bass) – für jede Saite genau eine. In diese Kerben werden die Saiten eingelegt. Dadurch erhalten diese eine sichere Führung und rutschen nicht unkontrolliert aus ihrer Position.

Es gibt auch Ausführungen aus Materialien wie Metal oder sogar Knochen, die unterschiedliche Auswirkungen auf den Klang haben. Mischungen mit hohem Glasanteil etwa sorgen für einen Sound mit mehr Höhen.

Die Sattelbreite ist streng genommen eigentlich die Länge des Sattels. Man spricht aber deshalb von Breite, da sich durch dieses Maß die Breite des Halses am oberen Ende bestimmen lässt. Und diese ist für das Gitarrenspiel von Bedeutung.

 

Welche Sattelbreite soll ich wählen?

Die Breite des Sattels gibt also indirekt die Breite des Gitarrenhalses an. Und das wiederum hat Einfluss auf dein Spiel:

Allerdings muss man unbedingt noch die Saitenstärke berücksichtigen. Hast du bisher beispielsweise eine Konzertgitarre mit einer Sattelbreite von 50 mm gespielt und möchtest nun auf eine Western- oder E-Gitarre umsteigen, sollte sich die Breite idealerweise verkleinern. Denn die Nylonsaiten einer Konzertgitarre sind viel stärker als die Stahlsaiten einer Westerngitarre. Somit werden die Zwischenräume zwischen den Saiten größer. Bei einem Wechsel von Konzertgitarre 50 mm Sattelbreite zu Stahlsaiten wird oft eine Breite von 47 mm als angenehm empfunden. Bei 52 mm Sattelbreite sind es meist 48 mm.

 

Die richtige Sattelbreite

Die richtige Breite des Sattels? Gibt es nicht. Da jede Hand individuell ist (Form, Größe, Relationen etc.), musst du für dich selbst herausfinden, welche Sattelbreite zu dir passt. Wie das geht? Ganz einfach: In den nächsten Musikladen stolpern und viele unterschiedliche Klampfen in die Hand nehmen. Nur so kannst du herausfinden, was sich für deine Hände am besten anfühlt.

Und selbst wenn du einen Hals gefunden hast, der sich optimal anfühlt, heißt es nicht zwangsläufig dass diese Sattelbreite nun die richtige für dich ist. Verschiedene Faktoren wie Halsdicke, Form oder sogar das Holz selbst (Lackiert? Geölt? Holzart?) nehmen Einfluss auf die Bespielbarkeit eines Halses.

4.2/5 - (22 votes)
Die mobile Version verlassen