Saiten einer Gitarre

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Die Saiten seiner Gitarre zu benennen gehört zum Grundhandwerk eines Gitarristen. Da sie nicht dem logischen Aufbau einer Tonleiter folgen, hilft uns zum erlernen der richtigen Benennung eine kleine Eselsbrücke.

Während beim Klavier die weißen Tasten straight forward der Tonleiter (C – D – E – F – G – A – H) folgen, lässt sich dieses Prinzip bei der Gitarre nicht anwenden. Denn die sechs Saiten der Gitarre heißen folgendermaßen:

E – A – D – g – h – e

Du wirst dir jetzt sicher denken: Ganz schön blöd zu merken. Und welche ist denn nun welche? Und woher kommt die unterschiedliche Groß-/Kleinschreibung? Caps Lock aktiv? Die Antwort auf die letzte Frage: Nein 🙂 Und der Rest: Folgt jetzt.

Die Eselsbrücke

Es gibt eine kleine Hilfestellung, die schon Kindern in ihren ersten Gitarrenstunden lernen. Ich habe damals diesen Merksatz von meinem Gitarrenlehrer mit auf den Weg bekommen:

Ein alter Dackel ging Honig essen.

Du siehst es schon: Die Anfangsbuchstaben geben dir den Leidfaden für die Benennung der Gitarrensaiten. Über die Jahre habe ich viele unterschiedliche Sprüche gelesen. Ein weiterer wäre beispielsweise: Eine alte Dame ging Hering essen.

Solltest du Schwierigkeiten haben einen der Sätze zu behalten kannst du natürlich auch selbst kreativ werden und deinen eigenen Spruch erfinden. Mit einer eigenen, kreativen Idee wirst du die Namen der Gitarrensaiten sicherlich nie vergessen. Wie wäre es mit:

Eben am Damenklo gingen Herren ein.

 

Auf deutsche Grammatik musst du dabei nicht unbedingt Wert legen. Je abstruser deine Geschichte, desto besser kannst du dir die Reihenfolge der Gitarrensaiten sicherlich merken.

Welche Gitarrensaite ist jetzt welche?

Mit deinem kleinen, persönlichen Merkspruch im Hinterkopf nimmst du jetzt deine Gitarre in die Hand. Die ganz dicke Saite ist die tiefe E-Saite – Das „Ein“ von unserem ersten Merkspruch. Danach folgen A, D, g, h und last but not least die hohe E-Saite (entsprechend unsere dünste Saite auf der Gitarre.

Saiten eienr Gitarre

Wenn du die Gitarre hälst und nach unten auf die Saiten schaust, muss die dicke, tiefe E-Saite dabei immer die erste sein. Gehe dann einfach deinen Merkspruch weiter durch und bei der richtigen Benennung der Gitarrensaiten kann nichts mehr schief gehen.

Was ist das mit den unterschiedlich großen Buchstaben?

Da müssten wir jetzt etwas tiefer in die Musiktheorie einsteigen, was ich ich dir für den Moment aber ersparen kann. Lediglich ein Detail solltest du dir merken: Großes E = tiefe E-Saite, kleines e = hohe e-Saite. So kann sich bspw. eine Autor in einem Gitarrenbuch den Zusatz „tiefe“ oder „hohe“ sparen und als Gitarrist weißt du sofort welche Saite gemeint ist, wenn von der E-Saite und von der e-Saite gesprochen wird.

 

Noch ein Hinweis für Linkhänder

Während bei Rechtshändern der Hals (aus Gitarristensicht) nach links deutet, muss er bei dir als Linkshänder umgekehrt nach rechts deuten.

Wenn du als Linkshänder also nach unten schaust, die dicke E-Saite die erste ist, aber der Hals nach Links deutet, mach es dem Gitarren-Gott Jimi Hendrix gleich und tausche die Positionen einmal komplett durch. Die hohe E-Saite tauscht mit der tiefen E-Saite, die h-Saite mit der A-Saite und die g-Saite mit der D-Saite.

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Bernd
Bernd

Gründer von gitarrenbeginner.de, Gitarrist und Lehrer aus Leidenschaft.
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  1. Danke. Gute Tipps. Vor allem für eine blutige Anfängerin wie mich. Hast du zufällig einen Tipp, wie man den C-Akkord leichter greift? Handhaltung etc … Tu mir sehr, sehr schwer.

  2. Hi,
    ziehe ich auf die Gitarre eines Kindes, z.B. 1/2 normale Saiten auf oder sollte man hier immer zu den „extra“-Seiten für Kinder zurückgreifen?
    Grüße, Robert

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