Kapodaster für Gitarre

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Ein Kapodaster (kurz ugs.: Kapo) sollte sich in jeder Gitarrentasche wiederfinden. Selbst – oder gerade – bei Anfängern. Der Kapo wird dabei an den Hals einer Gitarre geklemmt und erzielt unterschiedliche Wirkungen.

Helferlein für Anfänger

Falls die Gitarrengröße am Anfang noch zu groß sein sollte, stellt ein Kapodaster ein hervoragendes Hilfsmittel dar.  Durch den Einsatz eines Kapodasters wird die Mensur der Gitarre gekürzt und das Greifen fällt leichter. D.h. der Anfänger muss nicht am oberen Ende der Gitarre spielen, sondern greift seine Töne in angenehmer spielbaren Lagen (z.B. 5. Bund).

Der Vorteil hier: die Bünde liegen in den oberen Lagen näher beieinander und dadurch muss die Hand durch geringen Kraftaufwand weniger belastet werden. Man sollte jedoch über die Dauer hinweg den Kapodaster immer weiter zurücknehmen, um an Kraft zuzulegen und am Ende ganz auf ihn zu verzichten. So kann man bspw. 4 Wochen lang am 7. Bund üben, 4 Wochen am 5. Bund, 4 weitere Wochen am 3. Bund und anschließend kann man ganz darauf verzichten.

Die Laufzeiten bzw. der Einstiegsbund (warum nicht mit dem 3. Bund beginnen?) können natürlich variieren. Es ist am Anfang immer eine Umstellung für Anfänger den Kapodaster zu verschieben, aber man gewöhnt sich mit etwas üben doch schnell daran, da die Finger immer gelenkiger und kräftiger werden. Eine Mühe, die sich lohnt!

Der eigentliche Einsatzzweck eines Kapodasters

Kapodaster
Kapodaster im Live-Einsatz

Wie schon erwähnt wird der Kapodaster auf dem Hals zwischen zwei Bundstäbe geklemmt, um so die Länge der Saiten zu verkürzen. Der zuvor beschriebene Effekt für die Gitarrenanfänger (angenehmeres Greifen) ist jedoch nicht der eigentliche Hauptzweck eines Kapodasters. In Wirklichkeit hat der Kapodaster eine ganz andere Funktion: Durch die Saitenverkürzung verändert sich die Tonlage und die Gitarre klingt höher.

Angebracht auf dem zweiten Bund einer Gitarre erhöht ein Kapodaster zum Beispiel alle Töne um eine ganze Note. Einige Lieder sehen eine Nutzung von vorneherein vor und auch so mancher Gitarrist greift hin und wieder auf den Kapodaster zurück, um die Tonlage zu erhöhen oder Stücke spieltechnisch einfacher umzusetzen.

Um etwa den (für Anfänger) fiesen Barréakkorden zu entkommen, kann der Kapodaster bspw an den 3. Bund geschnallt werden und der G-Dur Akkord angestimmt werden – der somit zum B-Dur Akkord wird, der sonst nur als Barréakkord spielbar ist.

Transponiertabelle

Damit ihr solche Gedankenspiele schneller durchspielen könnt, ist hier unsere Transponiertabelle. Um auf unser Beispiel von eben zurück zu kommen (Mit G-Dur Akkord den B-Dur Akkord spielen), sucht in der ersten Zeile den Akkord G und schaut dann soweit nach unten, bis B kommt. In diesem Fall ist das schon an 3. Stelle – also muss der Kapodaster an den 3. Bund. Dort spielt ihr G-Dur und es erklingt B-Dur.

C D E F G A H
1. Cis Dis F Fis Gis B C
2. D E Fis G A H Cis
3. Dis F G Gis B C D
4. E Fis Gis A H Cis Dis
5. F G A B C D E
6. Fis Gis B H Cis Dis F
7. G A H C D E Fis
8. Gis B C Cis Dis F G
9. A H Cis D E Fis Gis
10. B C D Dis F G A
11. H Cis Dis E Fis Gis B
12. C D E F G A H

 

Welcher Kapodaster ist der Richtige?

Kapodaster gibt es in unterschiedlichen Farben, Bauweisen und Materialien. Etwa mit einem Feder-Mechanismus oder einem Klapp-Mechanismus. Häufig verwendete Materialien sind dabei Nylon, Metall, Gummi, Plastik – sogar Holz-Kapodaster gibt es.

Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Shubb Kapodaster gemacht. Dieser ist zwar im Handling geringfügig umständlicher als ein Kapodaster zum klemmen, allerdings habe ich mit dem Shubb bessere Erfahrungen gemacht was Passgenauigkeit und damit auch Einhaltung der korrekten Stimmlage bedrifft.

Am Ende ist es oftmals eine Frage des persönlichen Geschmacks, jedoch sollte man nicht zu den ganz günstigen Exemplaren greifen. Ab 10 Euro aufwärts kann man jedoch schon ganz gute Modelle erwerben, mit 20 Euro liegt man dann in der komfortablen Oberklasse und hat vernünftiges Zubehör, an dem man sein ganzes Gitarristenleben lang Spaß haben wird.

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Bernd

Gründer von gitarrenbeginner.de, Gitarrist und Lehrer aus Leidenschaft.
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Andre S.
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2. April, 2024
Super Kerl , hab vorerst nur den kostenlosen Kurs besucht und muss echt sagen wow , ich glaube der Lagerfeuer Kurs ist genau das richtige für mich. Ich werde jetzt noch die kostenlosen Lektionen weiter übern und sobald die richtig sitzen werde ich den Kurs auf alle Fälle buchen ... Danke dir Bernd , freue mich schon 👍 Ich bin 39 und beginne mit deinen Kursen und ein paar Tipps von Freunden endlich damit Gitarre zu lernen 💚 Es läuft echt schon ganz gut , mir ist wichtig zu verstehen warum ? Ich nicht nicht Lieder oder Griffe auswendig lernen , ich möchte alles verstehen !!!
Martina Aller
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Florian Eugster
Florian Eugster
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