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Gitarre richtig greifen

Gitarre richtig greifen

Gitarre richtig greifen ist ein wichtiger Bestandteil deiner Spieltechnik. Denn um deine Gitarre am Hals richtig zu greifen, gibt es einige Dinge zu beachten. Einfach drauf los zu zupfen, führt im besten Fall zu schiefen Tönen, im schlimmsten zu unangenehmen Schmerzen. Wie du die Gitarre richtig greifst, nehmen wir uns hier einmal einzeln vor.

Die Finger richtig positionieren

Zwei Punkte gibt es zu beachten, wenn du die Gitarre richtig greifen willst:

Die Finger sollten vor allem eher senkrecht auf dem Griffbrett liegen. Das heißt, du greifst die Saiten möglichst mit den Fingerspitzen. Kommen die Finger zu waagrecht auf das Griffbrett, dann kann es passieren, dass du mit deinem Finger eine andere Saite blockierst.

Möglichst senkrecht und nicht flach – sonst kann es sogar zu Blockierungen anderer Saiten kommen

Außerdem solltest du deine Finger immer möglichst nah am zugehörigen Bundstäbchen platzieren. Also wenn du am ersten Bund bist, den Finger nah ans erste Bundstäbchen ran. Am zweiten Bund, ans zweite Bundstäbchen und so weiter.

Gitarre richtig greifen
Setze den Finger möglichst nah an das Bundstäbchen

Richtig sitzen!

Ja, auch richtig sitzen gehört dazu. Die richtige Sitzhaltung ist für das richtige Greifen besonders bei Anfängern unerlässlich. Die klassische Gitarrenhaltung ist angesagt. Auch wenn das etwas uncool aussieht und die ganzen Musiker auf der Bühne und den vielen Videos ja gar nicht so dasitzen! Richtig, aber die können ja bereits spielen…

Gerade zu zu Beginn wichtig: Mit der korrekten Haltung erleichterst du dir das Spielen zunächst ungemein.

Den Daumen positionieren

Die Positionierung des Daumens kann sich als durchaus variabel gestalten. So kann er mittig auf der Rückseite des Halses positioniert werden, um als Stütze für die Greifhand zu fungieren.

Aber auch ein Übergreifen auf das Griffbrett ist möglich. Wenn du später beim Solospiel bspw. Bendings spielst, dann tritt durch dieses Übergreifen ein Hebeleffekt ein. Es gibt sogar Gitarristen, die mit Hilfe des Übergreifens die tiefe E-Saite greifen, um so quasi mit fünf Finger Gitarre zu spielen. Eine unkonventionelle Technik, die man selten in den Lehrbüchern findet, aber durchaus funktionieren kann. Voraussetzung ist aber tatäschlich, dass man lange Finger hat. Ich persönlich komme damit weniger gut zurecht 😉

Unüblich, aber wirkungsvoll: Den Daumen als fünften Greiffinger einsetzen

Teste die Daumenposition gerne auch ein wenig aus. Probiere herum, welchen Effekt welche Positionierung auf dein Spiel hat.

Ein paar weitere Tipps

Wenn du etwa dabei bist deine ersten Akkorde zu lernen, dann ist es ein guter Trick, jede einzelne Position bzw. jede einzelne Saite durchzugehen. Denn es passiert schnell, dass dein Finger nicht senkrecht komm und somit eine benachbarte Saite blockiert.

Übst du aber einfach immer weiter, ohne diesen Fehler je zu kontrollieren, wird es schwierig, diesen wieder abzutrainieren. Auch wenn es am Anfang dann etwas länger dauert, empfehle ich trotzdem, dies immer wieder zu überprüfen. Wenn du mehr dazu erfahren willst (und auch, wie du weitere Fehler vermeidest), dann schau dir gerne meinen Kurs zum Thema Gitarrenakkorde lernen an.

Eine weitere Möglichkeit, das Gitarre greifen leichter zu machen, ist der Kapodaster. Der Kapodaster (auch als Capo bekannt) ist eine kleine bewegliche Klemme, mit der du die Länge der Saiten deiner Gitarre verkürzen kannst. Durch die verkürzte Mensur kann gerade zu Beginn alles etwas entspannter zu greifen sein.

Wie üblich beim Gitarre spielen, gilt auch hier: Mehrere kurze Sessions zwischen 15 und 30 Minuten in der Woche sind besser und effektiver, als einmal die Woche mehrere Stunden am Stück zu üben. Als Anfänger können die Finger und das Handgelenk beim Greifen schon nach kurzer Zeit weh tun. Dann solltest du auch sofort kurze Pausen einlegen. Löse dabei die Hände vollständig von der Gitarre und lass die Arme locker herabbaumeln. Damit dir das Üben auch immer Spaß macht!

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