Alternate Picking lernen – Tipps & Übungen

Das Alternate Picking (dt. Wechselschlag) ist eine Spieltechnik der rechten Hand, die bei Saiteninstrumenten angewendet wird. Bei näherer Beobachtung kann man erkennen, dass so gut wie jeder professionelle Gitarrist diese Technik benutzt.

Alternate Picking lernen – Wozu?

Der Wechselschlag lässt dich flüssiger und schneller spielen, gibt dir mehr Kontrolle und erschafft einen Rhythmus beim Spielen. Ganz anders als das monotone Tack-Tack-Tack, das man sonst benutzt.
Egal ob Anfänger oder Fortgeschritten: Das Erlernen dieser Technik lohnt sich immer! Früher oder später wirst du sie sowieso erlernen und durch sie erzielst du deine Erfolge wesentlich schneller.

Alternate Picking ohne Plektrum

Alternate Picking kann beim Spielen sowohl mit den Fingern, als auch mit dem Plektrum angewendet werden. Das Prinzip bleibt das gleiche: Die Saite mit abwechselnden Fingern/Handbewegungen anschlagen.

Beim Spielen ohne Plektrum sieht die Haltung folgendermaßen aus:

Alternate Picking ohne Plektrum
Wie du sehen kannst, wird die E-Saite zuerst mit dem Zeigefinger angezupft. Anschließend zupft man mit dem Mittelfinger und danach wieder mit den beiden Fingern im Wechsel. Dabei bleibt es völlig dir überlassen, welche Finger du dafür benutzt. Die Wechselbewegung fällt dir aber vermutlich (vor allem am Anfang) mit Zeige- und Mittelfinger wesentlich leichter.

Alternate Picking mit dem Plektrum

Beim Spielen mit Plektrum sieht das Ganze ein wenig anders aus. Statt Zeige- und Mittelfinger benutzt man hier die Bewegungen Down (runter) und Up (rauf).

Somit kannst du in einer flüssigen Bewegung die Saite anspielen und beim Zurückholen der Hand gleich nochmal. Das erspart dir nicht nur Zeit, sondern auch Kraft.

Wichtig ist hierbei, dass du das Plektrum in einem sanften, aber stabilen Griff hast. Es darf nicht starr in der Hand liegen, sondern muss beim Spielen über die Saite gleiten können.

Auf den folgenden Bildern kannst du erkennen, dass der Arm nicht bewegt wird, sondern nur das Handgelenk. Du musst die Hand aber nicht verdrehen, nur neigen/kippen.

Hier ist ein Beispiel für die Kippbewegung:

Alternate Picking Alternate Picking

Wichtig! Egal ob mit oder ohne Plektrum, deine Hand muss stabil an der Gitarre angelehnt sein. Nur so bekommst du die volle Kontrolle, über das, was du tust.

Beim Fingerspiel: Lege deine Hand am besten auf der Fläche oberhalb der Saiten ab, sodass deine Finger nach unten hängen können.

Mit Plektrum: Beim Bespielen der Bass-Saiten (E, a und d) kannst du dich mit deinem Mittel-, Ring und Zeigefinger locker etwas an der hohen e-Saite abstützen

Beim Bespielen der g-, h- und e-Saite kannst du deine Hand ruhig an der tiefen E-Saite abstützen. Somit hast du nicht nur mehr Stabilität, sondern verhinderst auch, dass die Bass-Saiten aus Versehen mitklingen, da sie von deinen Fingern abgedämpft werden.

Zählweise

Lass uns am besten einfach mit Up und Down zählen, damit wir es nicht zu kompliziert machen. Wenn du mit Fingern spielst, kannst du für ein Down den Zeigefinger und für ein Up den Mittelfinger benutzen.

Ob du ein Gitarrenriff mit einem Up oder Down beginnst, ist grundsätzlich nicht wirklich wichtig. Es hängt allein davon ab, was du als angenehmer empfindest und du das Alternate Picking richtig anwenden kannst.

Alternate Picking Übungen

Übung #1

Alternate PIcking Übung Nr. 1
Dieses Riff ist einfacher, wenn man mit einem Down beginnt, da die Note auf der a-Saite mit einem Up gespielt werden kann. Somit ist die Hand schon wieder in der Aufwärtsbewegung und kann die folgende Note auf der E-Saite wieder anspielen. Am besten ist es, wenn du bei diesem Beispiel auch mal mit einem Up beginnst, um den Unterschied zu erkennen.

Übung #2

Hier ist nun eine kleine Aufgabe für dich: Finde heraus, welche Töne du mit einem Up und welche du mit einem Down anspielst. Probiere es einfach aus, denn ein „richtig“ oder „falsch“ gibt es eigentlich nicht. Du musst dich nur mit deiner Spielweise wohlfühlen und den für dich optimalen Klang erzeugen.

Alternate Picking Übung Nr. 2

Gefällt dir der Sound? Wenn du das Riff sauber spielen kannst, kann ich dir nur gratulieren. Du kennst nun die ersten Grundlagen des Blues!

 

Fotos und Artikel von unserem Autor Robin Brehm

Alternate Picking lernen – Tipps & Übungen
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