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Tonleiter – Grundwissen für Musiker

Die Grundprinzipien der Tonleiter sind für alle Musiker gleich. Für die meisten Musiker (Keyboarder, Gitarristen, Bassisten…) ist die C-Dur-Tonleiter dabei wohl die essentielle Tonleiter. Und mit dieser solltest auch du dich vertraut machen.

Tonleiter Basic – Grundwissen für Musikanfänger

Das mag jetzt erst einmal verwirrend klingen, aber für einen einfachen Einstieg in das Thema Tonleitern arbeite ich gerne mit der Tastatur des Klaviers. Denn die Klaviatur ist sehr logisch aufgebaut und erleichtert Anfängern den Einstieg in das Thema enorm.  Hier kann man den Halbtonschritt und den Ganztonschritt gut verstehen.

Ein Halbtonschritt ist ja der kleinste Abstand zwischen zwei Tönen. An der Klaviatur ist das der Abstand von einer zur der direkt benachbarten Taste.

Von der erste weiße zur erste schwarzen Taste haben wir also einen Halbtonschritt. Von der ersten weißen zur zweiten weißen Taste hingegen ein Ganztonschritt.

Achtung: Von zwischen der dritten und vierten weißen Taste  sowie siebten und achten Taste fehlt die schwarze Taste. Also haben wir auch hier nur einen Halbtonschritt Abstand.

EXKURS: Umgangssprachlich spricht man auch von „halben Tönen“ und „ganzen Tönen“, dies ist allerdings nicht gänzlich korrekt. Eigentlich sind es „Halbtonschritte“ und „Ganztonschritte“ siehe auch die Ausführungen des aufmerksamen Lesers Hans-Jörg mit seinem Kommentar zu diesem Artikel. Auch ich verwende die Begrifflichkeiten allerdings nicht Trennscharf (Bandprobe: „Lass das mal nen halben Ton tiefer spielen“).

Tonleiter mit Ganztonschritten

Die erste weiße Taste auf der Klaviatur ist immer der Ton C, es folgen in aufsteigender Reihenfolge die Töne D – E – F – G – A – H. Dann beginnt das ganze wieder von vorne (hört sich nur höher an, das bezeichnet man dann als „eine Oktave höher“).

Zur Wiederholung, das ist die Tonleiter mit den Ganztonschritten und den Halbtonschritten zwischen 3 und 4 (von E auf F) sowie 7 und 8 (von H auf C):

C – D – E – F – G – A – H – C

In diesem Fall ist das genaugenommen die C-Dur-Tonleiter. Warum? Einfach: Weil sie mit einem C beginnt. Diese solltest du dir zusammen mit der Tonleiter für Halbtonschritte (folgt gleich) unbedingt einprägen.

Tonleiter mit Halbtonschritten

Kommen wir zu den schwarzen Tönen auf der Tastatur. Das sind die Halbtonschritte (zusätzlich zu den beiden Halbtonschritten E-F und H-C)

Cis – Dis – Fis – Gis – Ais

Diese kombinieren wir nun mit den obigen Tonleiter und erhalten (in diesem Falle) die komplette C-Dur-Tonleiter.

Die komplette C-Dur-Tonleiter

Die C-Dur Tonleiter ist wie eingangs erwähnt die relevanteste Tonleiter für die meisten Musiker. Sie heißt deshalb C-Dur-Tonleiter, da sie mit dem Grundton C beginnt. Wenn wir nun die beiden Tonleitern miteinander vereinen, erhalten wir die komplette Tonleiter (also quasi alle Halbtonschritte hintereinander):

C – Cis – D – Dis – E – F – Fis – G – Gis – A – Ais – H – C

Wenn du genau hinschaust, siehst du jetzt, was ich weiter oben bereits erwähnt habe. Zwischen den Tönen E und F sowie zwischen den Tönen H und C fehlt das „Eis“ bzw. das „His“. Das entspricht bei unseren Halbtonschritten exakt der 5. und 6. sowie der 12. und 13. Position, Wenn wir nur die weißen Tasten beachten, ist es zwischen der 3. und 4. Taste sowie 7. und 8. Taste.

Und was ist mit anderen Tonleitern?

Es gibt auch noch die G-Dur-Tonleiter. Oder die D-Dur-Tonleiter. Oder die H-Dur-Tonleiter. Oder die… Sie alle haben Gemeinsamkeiten

Der einzige Unterschied: Die G-Dur-Tonleiter beginnt mit einem G, die D-Dur-Tonleiter mit einem D, die C-Dur-Tonleiter mit einem C und so weiter.

Nehmen wir zur Veranschaulichung die D-Dur-Tonleiter

D-Dis-E-Eis-F-G-Gis-A-Ais-H-His-C-D

Wie du siehst werden die Halbonschritte an der 5. und 6 Position (vom F zum G) sowie an der 12. und 13. Position (vom C zum D) einfach weggelassen. Dieses Prinzip lässt sich so auf alle Tonleitern übertragen.

Die C-Dur-Tonleiter auf der Gitarre

Dieses Grundwissen für Musiker über die Tonleiter übertragen wir nun auf die Gitarre. Damit du das eben gerlernte aber erst einmal verabeiten kannst, haben wir dies in einem anderen Artikel für dich aufgearbeitet: Die Tonleiter auf der Gitarre.

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