E-Gitarren für Anfänger

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E-Gitarre vom Typ Les Paul

E-Gitarre vom Typ Les Paul

Die Geschichte der E-Gitarre reicht bis in die 1920er zurück, als man nach einer Möglichkeit suchte die Gitarre in Big-Bands lauter und durchsetzungsfähiger zu machen. Daraufhin fingen die Instrumentenbauer an größere Korpora zu bauen, was aber bei Weitem nicht ausreichte und die Suche ging weiter.

George Beauchamp und Adolph Rickenbacher gelang dann im Jahre 1931 der Durchbruch als sie den Tonabnehmer entwickelten. Basierend auf dem physikalischen Induktionsprinzip machte sich dieses System die Schwingungen der magnetischen Stahlsaiten zu nutze. Die Tonabnehmer erzeugen also vereinfacht gesagt ein Magnetfeld und können die Bewegung der Saiten auslesen.

Allerdings vergeht ein weiteres Jahrzehnt, bis 1941 im zweiten Weltkrieg der Pionier Lester William Polfus – besser bekannt alias Les Paul – den Korpus einer Akustikgitarre zersägt und den Körper mit einem massiven Holzklotz füllt. Die moderne E-Gitarre ist geboren. Diese Erweiterung reduzierte das Rückkopplungsproblem enorm und sorgte zudem für ein länger anhaltendes Schwingen der Saiten (sog. Sustain).

1954 dann der nächste Meilenstein. Leo Fender brachte die Stratocaster auf den Markt, die erste Gitarre mit Tremolohebel.

Bis heute werden die beiden Modelle Gibson Les Paul (auch liebevoll „Paula“ genannt) und Fender Stratocaster als die Ur-Typen der modernen E-Gitarre gehandelt. E-Gitarren gibt es inzwischen in vielen verschiedenen Farben und Formen. Dies ist immer auch eine Frage des persönlichen Geschmacks – und natürlich auch des Musikstils. Während die Les Paul allgemein mit einem druckvollen und satten Sound beschrieben wird, ist es bei der Stratocaster der klare und differenziertere Klang. Typische Les Paul Gitarristen sind z.B. Slash von Guns ‚N Roses, Gary Moore von Thin Lizzy oder Jimmy Page von Led Zeppelin.  Bei der Stratocaster wären Eric Clapton oder Jimi Hendrix namhafte Vertreter. Dazwischen gibt es immer Gitarren die versuchen das beste aus beiden Welten zu vereinen – mit unterschiedlichen Erfolgen. Es ist die Geschichte von der eierlegenden Wollmilchsau.

 

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2 Kommentare
  • Micha
    Posted at 11:34h, 31 Januar Antworten

    Erstaunlich, was man im Netz alles findet, wo das Interesse geweckt wird. Hier auf den Seiten werde ich in Zukunft bleiben, weil ich nach 50 Jahren wieder mit dem Thema Gitarre (E-Gitarre) anfangen will. Jetzt habe ich auch wieder die Zeit dafür und auch das nötige Kleingeld.
    Micha

    • Bernd (gitarrenbeginner.de)
      Posted at 12:04h, 31 Januar

      Lieber Micha,

      für das Gitarrespielen ist man meiner Ansicht nach nie zu alt. Schön, dass du mit gutem Beispiel voran gehst!

      Ich wünsche dir viel Erfolg,
      Bernd

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